Düren - An den Litfaßsäulen drohen Abmahnungen

An den Litfaßsäulen drohen Abmahnungen

Von: Jörg Abels
Letzte Aktualisierung:
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Mit dem roten Schriftzug am Kopf wollen Endart und „Komm“ kommerzielle Veranstalter abschrecken, nicht Dürener Vereine. Foto: Abels

Düren. „Plakatieren nur für Endart und Komm erlaubt. Veranstalter widerrechtlich verklebter Plakate werden anwaltlich abgemahnt.“ Seit einem Jahr haben sich die beiden freien Kulturträger in einem Vertrag mit der Stadt Düren verpflichtet, sich um die restlichen in der Stadt verbliebenen und neu angeschafften Litfaßsäulen zu kümmern, neun Stück insgesamt.

Neben der Pflege und Wartung der Werbeflächen müssen sich die beiden Kulturinitiativen seitdem auch mit dem Problem des wilden Plakatierens auseinandersetzen. Der jetzt angebrachte Schriftzug aber irritiert. Denn auch weiterhin dürfen neben Endart und „Komm“ auch andere auf den Säulen werben, wie Stadtsprecher Helmut Göddertz auf Nachfrage betont. „Sie stehen weiterhin allen kulturellen und gemeinnützigen Vereinen zur Verfügung“, versichert Göddertz.

Einzige Voraussetzung: Vereine müssen sich mit Endart und „Komm“-Zentrum absprechen. Gegenüber der DZ bestätigt dies der Endart-Vorsitzende Dirk Boltersdorf und räumt ein, dass man mit dem Schriftzug vielleicht ein wenig übers Ziel hinausgeschossen sei. Er richte sich nur an kommerzielle Veranstalter, ein auswärtiger Discobetreiber, der seine Plakate widerrechtlich auf die Litfaßsäulen geklebt hatte, werde bereits abgemahnt.

Natürlich könnten auch weiterhin Dürener Vereine auf den Säulen werben, versichert Boltersdorf. Interessenten werden gebeten, sich bei der Endart zu melden, die zweimal wöchentlich einen Plakatierdienst rausschickt, um die Säulen mit neuen Veranstaltungsankündigen zu bestücken. „Wir werden dann mit den Vereinen besprechen, wie und in welchem Umfang wir die Wünsche berücksichtigen können“, erklärt der Endart-Vorsitzende.

Allerdings müsse auch klar sein: Zum Nulltarif sei die Werbung auf den Litfaßsäulen nicht zu haben, betont Boltersdorf, schließlich würden auch Endart und „Komm“ mit der Unterhaltung Kosten entstehen; für den Plakatierdienst, der eine optimale Ausnutzung der Flächen garantiere, das eingesetzte Fahrzeug und das alle ein bis zwei Jahre erforderliche „Abschälen“ der Säulen.

Derweil weist Helmut Göddertz darauf hin, dass gemeinnützige Vereine zu einem vergünstigten Tarif auch in den neuen im Stadtgebiet aufgestellten Glasvitrinen werben könnten.

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