„Ampel“ kündigt Maßnahmenpaket für bessere Luft an

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Fahrzeug-Abgase
Die Luft in Düren soll in Zukunft sauberer werden. Foto: Jan Woitas/dpa

Düren. Mit einem Bündel flankierender Maßnahmen will die „Ampel“-Koalition alles daransetzen, dass die Luftqualität in Düren besser wird und Fahrverbote vermieden werden.

„Wir können die Autoindustrie nicht zwingen, die vom Dieselskandal betroffenen Fahrzeuge nachzurüsten und wollen uns auch nicht darauf verlassen, dass die Ostumgehung allein für die erforderliche Entlastung sorgt“, betont SPD-Fraktionschef Henner Schmidt. Die „Ampel“ ist überzeugt, dass der Stickoxid-Grenzwert nicht nur an der Euskirchener Straße überschritten wird. Schmidt denkt dabei an den Kaiserplatz und die Nordstraße.

Daher ist es Ziel der „Ampel“, mit einem Maßnahmenpaket dafür zu sorgen, dass die Stickoxid-belastung insgesamt sinkt. An erster Stelle steht dabei die Umstellung der Müllfahrzeuge auf emissionsarme Antriebe. Das soll über das Förderpaket des Bundes für den Gebührenzahler kostenneutral erfolgen. Auch die Fahrzeuge der Stadt sollen umgerüstet werden. „Wir müssen mit gutem Vorbild vorangehen“, betont Verena Schloemer (Grüne).

City-Ticket für einen Euro

Die Radverkehrinfrastruktur soll ebenso ausgebaut und optimiert werden wie das Netz der Elektrotankstellen. Das gerade erst eingeführte City-Ticket XL, das Busfahrten im gesamten Stadtgebiet für 1,90 Euro ermöglicht, soll noch einmal abgesenkt werden, auf einen Euro pro Fahrt. Dass dies noch einmal mit bis zu 150.000 Euro aus dem städtischen Säckel subventioniert werden muss, ist für die „Ampel“ alternativlos. Es soll schon zum 1. Januar eingeführt werden, kündigt Schmidt einen entsprechenden Antrag für die Stadtratssitzung am 14. Oktober an. Der Antrag soll auch einen Ausbau des Car-Sharing-Angebotes auf vier Stationen mit acht Fahrzeugen beinhalten, davon sollen zwei E-Autos sein.

Und die „Ampel“ will schnellstmöglich verkehrslenkende Maßnahmen umsetzen. Schmidt spricht von einem aktiven Parkleitsystem, um den Parkplatz-Suchverkehr zu minimieren, und intelligente Ampelschaltungen, die vermeiden, dass Lkw an jeder Kreuzung wieder anfahren müssen.

Die „Ampel“ begrüßt den Vorstoß von Landrat Wolfgang Spelthahn (CDU), die Busflotte umweltfreundlich umzurüsten, und will einer ADAC-Empfehlung folgen und an besonders belasteten Straßen Pflanzwände als Luftfilter zu errichten.

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