„Ampel“-Koalition will Sievers nicht aufhalten

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Düren. Nach der Kritik an der Ankündigung, den Ende Juli auslaufenden Vertrag mit Kämmerer Harald Sievers nicht zu verlängern, begründet die „Ampel“-Koalition im Dürener Stadtrat ihre Entscheidung nun damit, Sievers habe sich bereits seit langem – auch schon weit vor der Kommunalwahl – in anderen Städten beworben.

Die „Ampel“ habe bisher bewusst keine Details in der Öffentlichkeit diskutiert, um Sievers‘ Zukunftschancen nicht zu beinträchtigen, erklärt SPD-Fraktionschef Henner Schmidt.

Jetzt aber betont Valentin Veithen (Linke), „Reisende soll und kann man nicht aufhalten“. FDP-Chef Hubert Cremer ergänzt: „Welches Unternehmen würde einen auslaufenden Vertrag mit einem seiner Spitzenmanager verlängern, der durch sein Verhalten deutlich macht, dass er eigentlich gar nicht zum Unternehmen gehören will?“

Die „Ampel“ will die Stelle des Ersten Beigeordneten und Kämmerers in der kommenden Stadtratssitzung neu ausschreiben. Sie soll auch Wirtschaftsförderung, Stadtmarketing und Tourismus beinhalten, kündigt Schmidt an. Bereiche, die bislang in der Verwaltungsspitze vernachlässigt worden seien, betont Verena Schloemer (Grüne). „Damit wollen wir ein deutliches Signal setzen, um unsere Stadt zukunftsfähig zu machen.“

Nach Artikel 73 der NRW-Gemeindeordnung kann der Rat den Geschäftskreis der Beigeordneten im Einvernehmen mit dem Bürgermeister festlegen, ohne das Einvernehmen aber auch alleine mit der Mehrheit der Stimmen.

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