Amnesty: Die dunkle Seite der Schokolade

Von: Fred Schröder
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Ein Scherenschnitt als Dokument der Ausbeutung bei der Kakao-ernte: Die Dürener Künstlerin Sarah Schiffer (rechts) stellt ihn der Dürener amnesty-Gruppe zur Verfügung. Foto: Schröder

Düren. Osterzeit ist Schokoladenzeit: So mancher, der hinter dem Schoko-Osterhasen und anderem süßen Naschwerk her ist, sehe „die dunkle Seite der Schokolade nicht“. Von der werde immer dann gesprochen, wenn der Blick auf die menschenunwürdigen Produktionsbedingungen fällt, sagt Sarah Schiffer.

 Die Dürener Künstlerin hat sich in den Dienst der Amnesty-International-Gruppe Düren gestellt und einen Scherenschnitt gefertigt, der die Szene der Kakaoernte einfängt. Als handsignierter Druck wird dieser Scherenschnitt in limitierter Auflage von Amnesty gegen eine Spende abgegeben.

Sarah Schiffer hat sich schon einmal für Amnesty engagiert, als sie mit einem Scherenschnitt das Flüchtlingsschicksal auf der italienischen Insel Lampedusa skizzierte. Jetzt nennt sie ihren Scherenschnitt „Theobroma cacao –Speise der Götter“.

Sklavenähnliche Verhältnisse

Was dahinter steht, ist allerdings wenig göttlich: sklavenähnliche Verhältnisse bei der Produktion und Ausbeutung von Kindern bei der Ernte unter den Augen eines Aufsehers. „Ein sehr herbes Motiv“, gibt Sarah Schiffer zu. Sie findet aber auch, dass der Umgang mit den Kakao produzierenden Kleinbauern alles andere als schokoladensüß ist.

Die Dürener Amnesty-Gruppe, die neuerdings unter dem Vorsitz von Thomas Bongartz steht, gibt den Scherenschnitt gegen Spende ab. „So an die hundert Euro sollten es schon sein“, sagt Armin Hollewa vom Amnesty-Förderverein. Ursula Otte und weitere Mitstreiter der Amnesty-Gruppe wollen den Erlös der Aktion für die alltägliche Arbeit der Gruppe verwenden.

Wer sich für die Arbeit von Amnesty, aber auch für den Scherenschnitt interessiert, ist bei den Treffen der Gruppe jeweils dienstags um 19.30 Uhr im Zwei-Wochen-Rhythmus im Komm-Zentrum willkommen.

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