Am liebsten 1000 Jahre malen

Von: bel
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Kunst und Musik vereint: Malerin Renate Schröder (l.) und die Dirigentin Natalia Schmidt eröffneten die Ausstellung „Gott und die Welt”. Foto: Elberfeld

Langerwehe. Bescheiden kommt die Künstlerin daher, als ob sie sich der Wirkung ihrer ausgezeichneten Gemälde in der Alten Kirche gar nicht bewusst wäre. Renate Schröder aus Düren, so berichtete sie bei der Eröffnung ihrer Ausstellung „Gott und die Welt”, ist erst spät zum Malen gekommen.

Als Kind habe sie natürlich gerne und viel zu Stift und Pinsel gegriffen, doch der Vater habe anderes mit ihr im Sinn gehabt. „Das Mädchen muss einen ordentlichen Beruf ergreifen!” So wie das früher und manchmal heute noch war und ist.

Später ist Renate Schröder dann wieder auf die Malerei gekommen, besuchte Workshops und Kurse, bezeichnet sich selbst aber als absolute Autodidaktin. Ihren Gemälden tue das keinen Abbruch, so urteilten die meisten Besucher der Ausstellung, denn sie könnten sich in ihrer Ausdruckskraft durchaus mit Werken professioneller Maler messen. „Ich könnte hundert, ja tausend Jahre malen”, erklärt die Malerin, „um die Schönheit unserer Erde mit ihren Landschaften, Blumen, Tieren und Menschen festzuhalten.”

Teils figürlich, teils abstrahiert

Denn Schönheit, das hat die Künstlerin selbst erfahren, tut der menschlichen Seele gut. Die Motive in ihren Werken spiegeln die schöne Welt teils figürlich, teils abstrahiert wider. Schröder malt meist mit Acryl und Kreide, hier und da mischt sich auch Aquarell und Tusche dazwischen.

Musikalisch unterstützt wurde die Vernissage, die vom Verkehrsverein Langerwehe in Kooperation mit dem „Verein zur Erhaltung der Alten Kirche” organisiert worden war, von dem Sing-Foniker-Frauenchor Düren unter der Leitung der Sopranistin Natalia Schmidt. „Dona nobis pacem”, „Ave Maria”, „Salve Regina” und andere Lieder gaben der Vernissage einen würdigen Rahmen.

Zu sehen sind die Werke Schröders bis zum 16. Mai, mittwochs und donnerstags von 16 bis 19 Uhr, samstags und sonntags von 13 bis 18 Uhr. In dieser Woche wird die Alte Kirche anlässlich der „Frühlingspromenade auf Schloss Merode” auch am Freitag geöffnet sein.
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