Niederzier - Am Ende schwingt ein wenig Wehmut mit

Am Ende schwingt ein wenig Wehmut mit

Von: Sylvia Dietl
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Von der Volksweise bis zur Filmmusik spannte sich der Bogen im Jahreskonzert des Sängerbundes Foto: Dietl

Niederzier. „Wir sind alle Sänger, denn wir haben dieses besondere Etwas im Herzen - die Liebe zum Gesang und zur Musik”, sagte Vorsitzender Heinz-Josef Wirtz und begrüßte rund 100 Gäste zum 89. Jahreskonzert des Sängerbundes Oberzier in der Aula der Gesamtschule Niederzier/Merzenich.

Dass die 23 Sängerinnen und Sänger des Gemischten Chores mit sehr viel Herzblut bei der Musik sind, wurde gleich zu Beginn hörbar. Mit den Liedern „Musikanten” und „Das Wahre, das Schöne” von Gerhard Rabe gelang ihnen ein trefflicher Auftakt. Unter der Leitung von Marie Cierplikowski bot der Chor ein abwechslungsreiches Programm. Stilistisch spannte sich der Bogen von der Volksweise bis zur Filmmusik.

Geographisch machten die Zuhörer eine musikalische Reise von Schottland über die USA bis nach Brasilien. Beim weltberühmten Liebeslied „Besame Mucho” von Consuelo Velazquez und dem Sambastück „Brazil” von Ary Barroso breitete sich lateinamerikanisches Flair in der Schulaula aus, ehe das Publikum dem Filmtitel „Tea for two” von Vincent Youmans lauschte. Auch heimatliche Klänge vernachlässigte der Chor nicht. Vor allem das Lied „Wenn es Nacht wird über Düren” verlieh dem meist beschwingten Repertoire auch eine pfiffige Note.

Begleitet wurde der Chor am Flügel von Mariusz Cierplikowski, der solistisch mit den Jazz-Klavier-Etuden Nr. 3, Nr. 5 und Nr. 10 von Milan Dvorak beeindruckte. Auch die „Meditation” und besonders das Stück „China Doll” von Jaroslaw Dudek kamen beim Publikum gut an.

Glanzpunkt der Veranstaltung war die Sopranistin Eva Bauchmüller aus Düren, die ihre Zuhörer zunächst mit bekannten Operettenmelodien betörte. Die Liebeslieder „Du sollst der Kaiser meiner Seele sein” von Robert Stolz oder das „Vilja-Lied” aus der „Lustigen Witwe” von Franz Léhar interpretierte sie hinreißend schön. Auch bei den Musical-Klassikern „Summertime” von George Gershwin und „Over The Rainbow” von Harald Arlen wusste die 22-jährige Studierende der Musikhochschule Köln durch stimmliches Volumen und eine große Ausstrahlung zu überzeugen. Die Klavierbegleitung übernahm ebenfalls Mariusz Cierplikowski.

Mit dem bunten Programm bekannter Melodien kamen die Freunde der Chormusik auf ihre Kosten. Dennoch schwang am Ende ein bisschen Wehmut mit, denn für Gesamtleiterin Marie Cierplikowski war es das Abschlusskonzert Oberzier. Sie übergibt den Taktstock an Regina Unger. Die Musiklehrerin am Burgau-Gymnasium hat sich vorgenommen, den Chor zu vergrößern. „Wir brauchen ganz dringend Nachwuchs”, erklärte Heinz-Josef Wirtz.
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