Düren - Am Bahnhof und im Fahrradparkhaus drohen nasse Füße

Am Bahnhof und im Fahrradparkhaus drohen nasse Füße

Von: Jörg Abels
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Bei stärkeren Niederschlägen stehen die Drahtesel im Fahrradparkhaus am Bahnhof im Regen. Wasser dringt von Außen über die zu knapp bemessenen Drainagen ein, auch das Dach ist undicht.
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Bei stärkeren Niederschlägen stehen die Drahtesel im Fahrradparkhaus am Bahnhof im Regen. Wasser dringt von Außen über die zu knapp bemessenen Drainagen ein, auch das Dach ist undicht.

Düren. Diebstahlsichere und trockene Unterbringung – das waren die beiden wesentlichen Argumente, als vor gut vier Jahren am Südausgang des Dürener Bahnhofes an der Lagerstraße mit stattlicher Förderung des Bundes ein neues, rund 750.000 Euro teures Fahrradparkhaus erbaut und eröffnet wurde.

Diebstahlsicher ist die 360 Rädern Platz bietende Anlage immer noch, aber von trockener Unterbringung der Drahtesel kann keine Rede mehr sein. Die an die damals bereits vorhandene Überdachung angepasste Stahl- und Glaskonstruktion ist längst nicht mehr dicht. An zahlreichen Verbindungsstellen regnet es von der Decke aus massiv herein, ärgert sich die „Ampel“ im Dürener Stadtrat. „Viele Mieter beschweren sich“, berichtet Birgit Seifert, die das Fahrradparkhaus betreibt.

Und es sind nicht nur die undichten Stellen im Dach, die die „Ampel“ wurmen: Wie Videos der Koalitionäre belegen, läuft bei stärkeren Regenfällen auch von Außen massiv Wasser über den Boden in die Anlage und die angegliederte Werkstatt. „Die Entwässerungsschächte reichen einfach nicht aus“, vermutet Hubert Cremer (FDP).

Bei ihren Recherchen sind die Verkehrspolitiker der „Ampel“ dann auf einen weiteren Missstand gestoßen. Von der Dürener Stadtentwässerung erfuhren sie, dass ein bahneigener Kanal, der den südlichen Eingangsbereich und den Fußgängerkanal entwässern soll, seit Jahren derart beschädigt ist, dass er seine Funktion nicht mehr erfüllen kann, sich das Wasser staut und aus den Kanalschächten wieder heraussprudelt. Ein Schaden, auf den die Stadtentwässerung die Bahn nach eigenen Angaben nach einer Kamerabefahrung schon vor 2010 und damit vor der Inbetriebnahme des Fahrradparkhauses aufmerksam gemacht hat. Geschehen ist aber seitdem nichts, ärgert sich die „Ampel“.

Die Folge: Bei stärkeren Regenfällen bildet sich am Südeingang des Bahnhofs rasch ein See, auch Teile des Fußgängertunnels stehen unter Wasser. Die „Ampel“ glaubt, damit auch den Grund für die wochenlang defekten Aufzüge gefunden zu haben. Sie geht davon aus, dass eindringendes Wasser die Lifte außer Gefecht setzt. Die Bahn hat der Stadtentwässerung, die auf Intervention der „Ampel“ nachgehakt hat, mittlerweile mitgeteilt, dass der Kanalschaden nun im Frühjahr 2015 endlich repariert werden soll.

Bleibt das Problem der undichten Radstation. Die „Ampel“ fordert das zuständige Tiefbauamt der Stadt auf, schnellstmöglich zu prüfen, ob noch Gewährleistungsansprüche gegenüber dem damaligen Planungsbüro und der Baufirma bestehen. Auf jeden Fall fordert die Koalition die umgehende Behebung der Schäden. Für sie ist das Fahrradparkhaus ein wesentlicher Eckpfeiler auf dem Weg zu mehr umweltfreundlicher Mobilität im Stadtgebiet. „Wir können uns auch vorstellen, dass hier einmal ein Fahrradverleih eingerichtet wird“, erklären die Grünen.

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