Altmeisterin Agatha Christie zum Vorbild

Von: Bruno Elberfeld
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Ditmar Doerner las, unterstützt von seiner Verlegerin Dr. Elke Fettweis (l.) und den Geschäftsführern der Firma Schloemer, aus seinem Erstlingswerk „Schneefeste”. Foto: Elberfeld

Düren. Zeitpunkt und Kulisse hätten nicht besser gewählt werden können. Auf vielen der auf dem Parkplatz abgestellten Automobilen ruhten Schneehäubchen. Schnee draußen - und Schnee drinnen im Lesesaal als ein wesentlicher Faktor in „Schneefestung” von Ditmar Doerner.

Die Zuhörer waren auch aus den umliegenden Eifeldörfern in die Kreisstadt gereist, um im Haus der „Schloemer Gruppe” Passagen aus Ditmar Doerners Erstlingswerk zu hören.

Der Autor hat als Ort der Handlung ein kleines Dorf von 80 Seelen mit dem fiktiven Namen Ellerdingen gewählt. Der Ort liege nicht in der Eifel, er könne überall liegen, gab der Schriftsteller Auskunft. Anlehnungen an schon vorhandene Eifelkrimis und deren Autoren wies Doerner von sich.

„Mein Vorbild ist die Altmeisterin Agatha Christie”, bekannte er, „ohne sie in irgendeiner Form zu imitieren”.

Im Krimi „Schneefestung” geschieht ein Mord. Das ruft die Kriminalbeamten Ben Deickers und Tom Heller auf den Plan. Das Dorf schneit zu, ist von der Außenwelt abgeschnitten. Ein zweiter Mord geschieht, und ein freilaufender Bulle macht den beiden Ermittlern das Leben schwer. Die Einheimischen mauern, sind den Fremden misstrauisch gegenüber. Doch einer aus dem Dorf muss der Mörder sein. Doerner begrenzt die Verdächtigen - ähnlich wie Altmeisterin Christie - auf etwa acht Personen.

Der Leser ist mitten drin in der Geschichte, kann mitarbeiten, seine Schlüsse ziehen und zu Ergebnissen kommen. Mit den Ermittlern versucht er, weitere Morde zu verhindern. Die Sprache des Neuautors ist unaufgeregt, einfach und verständlich, ohne in irgendeiner Weise ins Banale abzugleiten. „Zur Veröffentlichung des Textes bin ich durch Zufall gekommen”, erklärte Doerner.

Fortsetzung folgt

Die Verlegerin aus Niederau, Dr. Elke Fettweis, hatte ihn unverbindlich gefragt, ob er nicht zufällig ein Manuskript in der Schublade habe. Dietmar Doerner hatte. Der Text fand Gefallen und liegt jetzt vor. Ein zweites Buch aus der Reihe mit Tom Heller und Ben Deickers ist schon fertig und wird bald veröffentlicht. Ein drittes Werk ist in Arbeit. Ditmar Doerner ist Autor des WDR in Bonn. Meist arbeitet er für die „Aktuelle Stunde”, ein schnelles Medium. Wenn seine kleinen Söhne versorgt sind, schreibt Doerner zwischen 22 und 1 Uhr. „Schreiben ist für mich zu dieser Zeit Entspannung pur”, sinniert er, „auch wenn die Ermittlungen der Kommissare in Schneefeste nur zwei Tage dauern.”
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