Alte Traktoren wussten zu gefallen

Von: Julian Loevenich
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Gute Laune beim Wiesenfest auf Gut Hommelsheim. Foto: Lövenich

Nörvenich. Idyllisch liegt das Gut Hommelsheim eingebettet inmitten grüner Felder bei Eschweiler über Feld. Eine kleine Straße führt hin zum Anwesen. Das heilpädagogische Heim Düren hat dort eine Außenstelle, da, wo normalerweise die Ruhe herrscht. Normalerweise.

Es zischt, kracht, knattert, Motoren werden gestartet, Menschen strömen auf das Anwesen. In der Luft hängt der verführerische Duft, der vom Grillstand herüber weht.

Es ist bereits das 20. Mal, dass hier am dritten Juni-Wochenende Hunderte altehrwürdige Traktoren zwei Tage lang zusammenkommen. Es ist Wiesenfest auf Gut Hommelsheim. „Die Leute kommen sehr gerne hier hin“, berichtet Winfried Berkel, Vorsitzender der ausrichtenden Interessengemeinschaft Historische Landmaschinen Düren e.V.. Das läge, so formuliert es Berkel, am ganz besonderen Flair der Veranstaltung. Zum einen ist da die besondere, die „beneidenswerte“ Umgebung, die Idylle.

Zum anderen ist es die Lockerheit der Veranstaltung. „Jeder kann hier, wie er will“, kommentiert Berkel. Dieses Konzept gefällt in der Tat. Zwischen 350 und 400 Traktoren reisen an den zwei Tagen an. Kostengünstig können die Leute hier Essen und Getränke genießen; im Innenhof des Gut Hommelsheim gibt es einen Markt. Den Erlös spendet die Interessengemeinschaft, die zurzeit aus 33 Mitgliedern besteht, an das heilpädagogische Heim.

„Durch das Heim ist es überhaupt zu dieser Veranstaltung gekommen“, so Berkel, der ausholt und erläutert, dass man am Anfang für das Heim ein paar Traktoren ausgestellt hätte. Mit der Zeit wuchs das Treffen immer mehr. Heute reicht sein Ruf so weit, dass selbst Traktorenfans aus Frankfurt am Main anreisen. Doch auch in der Heimat will man gefallen – vor allem beim Nachwuchs. „Wir müssen sehen, dass wir junge Leute gewinnen“, sagt Berkel. Albert Plum ist so einer.

Im Schuppen fand er eine Lanz-Bulldog Maschine, Baujahr 1955. „35 Jahre war damit keiner mehr gefahren“, sagt Plum. Er reparierte, polierte, richtete sie wieder her und ist mit seinem Gefährt nun Teil der Interessengemeinschaft und des Wiesenfest. Den Leuten gefallen die alten Maschinen, dazu noch die Idylle des Dürener Landes.

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