Alte „Schnauferl“: 245 Trekkerfreunde treffen sich in Großhau

Von: Gudrun Klinkhammer
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Die Trekkerfreunde aus Birkesdorf gehören in Großhau zu den Stammgästen. Foto: Klinkhammer
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Den großen Trekker-Korso am Sonntagnachmittag führte eine Mädelsgruppe aus dem Ort an. Foto: Klinkhammer

Großhau. Es knatterte und ratterte am Wochenende in Großhau und Umgebung an allen Ecken und Enden. Zum 15. Mal hatte der Arbeitskreis „Alte Schule Großhau“ zum Traktortreffen eingeladen, und fast wäre der Rekord von vergangenem Jahr auf den Kopf gestellt worden.

245 Traktorfreunde waren es in diesem Jahr, die mit ihren betagten „Schnauferln“ nach Großhau die Festwiese hinter der alten Schule ansteuerten. Hinzu kamen circa 30 Teilnehmer mit alten Motorrädern und zwei mit historischen Fahrzeugen. Im vergangenen Jahr waren es sogar 286 Trekker, die am beliebten Treffen teilnahmen.

Rekordverdächtig war diesmal allerdings die Besucherzahl. Helmut Steinbrecher, Vorsitzender des Arbeitskreises, freute sich: „Das Wetter spielte uns in die Karten, wir vermuten, dass rund 1500 Besucher in Großhau waren.“ 80 Helfer aus dem Ort sorgten dafür, dass alles reibungslos über die Bühne ging. 77 Kuchen wurden gespendet, um die Kaffeetafel zu bereichern. Am Freitagabend fand bereits ein gemütliches Beisammensein statt, am Samstagabend spielte die Band „Fahrerflucht“ zur allgemeinen Begeisterung. Am Sonntag bewegte sich ein stattlicher Traktoren-Korso durch Großhau und die anliegenden Straßen. Was den Veranstaltern wichtig ist, sagt Steinbrecher: „Die Kinder stehen bei uns hoch im Kurs, es soll ein Fest für die ganze Familie sein.“

Bis zum zwölften Lebensjahr haben die Jungen und Mädchen auf dem Traktorentreffen in Großhau Getränke und Pommes frites frei, für die Kleinen ein tolles Gefühl. Vor allem Gespanne aus den 1950er- bis 1980er-Jahren zogen die Blicke auf sich. Wertig und stolz kam beispielsweise ein Trekker der Marke Fahr D22P Baujahr 1952 mit 22 Pferdestärken daher. Ein weiteres Schmuckstück: ein Kramer von 1941. Treuer Teilnehmer des Trekkertreffens in Großhau ist eine Gruppe um Bert Kalkbrenner aus Birkesdorf. Die „Trekkerfreunde Düren-Birkesdorf“ und die Trekkerfans aus Großhau besuchen sich immer gegenseitig, wie es sich für eine freundschaftliche Beziehung gehört.

In jedem Jahr gibt es als Erinnerung einen Humpen mit der aktuellen Jahreszahl, inzwischen ein echtes Sammlerobjekt. Steinbrecher: „Immer 200 Krüge lassen wir im Voraus anfertigen, die fehlenden liefern wir den Teilnehmern dann noch nach.“ Bert Kalkbrenner war mit einem Hannomag R45 angereist, 35 Kilometer pro Stunde schnell. 45 Minuten benötigte er für die einfache Strecke. Einen echten Landwirt machte man unter den Birkesdorfern vergeblich aus.

Kalkbrenner: „Wir haben eventuell als Kinder mit Landwirtschaft zu tun gehabt, aber heute sind wir alle ausschließlich Hobbyfahrer und Sammler, nicht selten fahren wir einen Scheunenfund.“ Der 60-Jährige beispielsweise ist Angestellter der Stadt Düren, beruflich hat er mit den schweren Zugmaschinen alsonichts am Hut. Umso mehr kann er sich in seiner Freizeit dafür begeistern.

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