Alte Schlösser, Baumeister und Stadtgeschichte

Von: Hendrik Buch
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Schweriner Schlossgeschichte im Dürener Nordpark: Die Nachkommen des Architekten Hermann Willenbrand gemeinsam mit den Organisatoren des Eurofilm-Festivals. Foto: Buch

Düren. Es ging um mittelalterliche Schlösser, kurfürstliche Baumeister sowie die Schweriner Stadtgeschichte, und all das im Dürener Nordpark. Auf dem Filmfestival des Forums West der Eurofilmer zeigten unter anderem Logutenok Jurij und Bernd Schultz-Willebrand einen Film über den Architekten Hermann Willebrand, Ururgroßvater des Co-Autors.

Dieser hatte maßgeblichen Anteil am Bau des Schweriner Schlosses im 18. Jahrhundert, trat aber in der öffentlichen Anerkennung nie aus dem Schatten des Chefarchitekten Georg Adolph Demmler. Mit dem Film kämpft der Nachkomme momentan um das Erbe seines Vorfahren in Schwerin; nach Düren brachte den Film aber Schultz-Willenbrands Tante: Elisabeth Gillessen ist Dürenerin und Urenkel des erfolgreichen Baumeisters.

„Im Bauwesen kenne ich mich aber nicht aus“, scherzt Gillessen bei der Vorstellung durch Moderator Horst Kraus. Für den Film der beiden Amateure gab es im „Haus für Alle“ die höchste Auszeichnung der Eurofilmer – Gold! Neben der Geschichte zeigte sich die Jury ebenso in den weiteren Kategorien wie Ton, Schnitt oder Kameraführung überzeugt; und auch der Laie bemerkte: Diese Produktion sei nahezu TV-reif.

Vier weitere Filme freuten sich über diese höchste Wertung: Sie zeigten den Terrarienbau für Geckos, die Architektur von Florenz oder den Jahresablauf eines Apfelbauers. Insgesamt bespielten die Filme eine weite thematische Bandbreite vom Reisebericht über Lokalreportagen bis hin zu Naturfilmen. Für vier weitere Autoren gab es die Auszeichnung Silber, elf Filme erhielten die Wertung Bronze. Die Werke der besten 18 Filmemacher werden zudem beim Europäischen Filmfest im Oktober in Ansbach gezeigt.

Die Eurofilmer sind eine internationale Amateurfilmervereinigung, die jährlich die besten Werke nicht-kommerzieller Filmemacher auszeichnet. „Um mit unserem Konzept auch in den Niederlanden und Belgien wieder Fuß zu fassen, wollten wir unser Festival grenznäher austragen“, erklärt der Vorsitzende des Forum West, Fritz Kümmel, die Wahl des Dürener Nordparks und lobt die lokalen Organisatoren: „So einen guten Besuch hatten wir länger nicht, das freut uns besonders.“

Apfelfilm ist Favorit

Vor Ort hatten die Filmemacher Katharina Wirtz, Wolfangs Enge und Horst Krause die Planung übernommen und sich dabei die Unterstützung vom „Haus für Alle“ gesichert. Besonders freuen durfte sich am Ende Katharina Wirtz: Neben dem Lob für ein erfolgreiches Festival bekam ihr Filmbeitrag „An apple a day“ die goldene, höchste Auszeichnung. Außerdem wählten die Gäste den Apfelfilm mehrheitlich zum Favoriten, was den Publikumspreis bedeutete. „Das ist mir als Organisatorin ja bald schon unangenehm“, strahlte Wirtz bei der abschließenden Ehrung fast verlegen.

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