Alte Kulissen werden zum Leben erweckt

Von: Hendrik Buch
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Bringen einen Klassiker auf die Bühne: Nathan Kogel (Phileas Fogg), Melanie Bartsch (Prinzessin Aouda), Steffen Kutsch (Passepartout) und Ruth Pelzer (Detektiv Fix, oben v.l.) und weitere Mitwirkende. Foto: Hendrik Buch

Düren. Aus der Umkleide drängen die ulkigen Laute eines sich aufwärmenden Chores, die Solisten kontrollieren ihre Mikros, und im Flur machen sich die Tänzerinnen und Akrobaten für ihre Einlagen warm. Geordnetes Chaos herrscht bei der Generalprobe für das Wirteltor-Musical „In 80 Tagen um die Welt“, das heute Abend nach 16 Jahren die Premiere seiner Neuauflage feiern wird.

„Ein wenig ist es wie bei einem Mosaik“, beschreibt der musikalische Leiter, Magnus Klei-nebreil, die Entstehung von „In 80 Tagen um die Welt“. Mit mehr als 70 Schülern haben er und mehrere Kollegen seit rund einem Jahr an der Neuaufführung des Stückes gearbeitet. Nun heißt es „Vorhang auf“ für die Premiere. Warum er das Musical mit einem Mosaik vergleicht, erklärt er am liebsten mit der „magischen Wirkung des Probewochenendes“. Vor zwei Wochen trafen sich alle Beteiligten in Nideggen zur ersten gemeinsamen Probe – Sänger, Band, Tänzer, Chor und Akrobaten: Alle Mosaikteile kamen zusammen.

„Das war auf jeden Fall der absolute Höhepunkt der gesamten Probenzeit“, bestätigt Nathan Kogel, der in der Hauptrolle des „Phileas Fogg“ spielen wird. „Das erste Mal mit allen gemeinsam zu proben und das komplette Musical zu sehen, war phänomenal.“ Neben Kogel werden Steffen Kutsch als Passepartout, Ruth Pelzer als Detektiv Fix und Melanie Bartsch als Prinzessin Aouda in den weiteren Hauptrollen auf der Bühne stehen.

Bei „In 80 Tagen um die Welt“ stammt angefangen bei der Musik bis hin zum Bühnenbild alles aus der Hand der Schule. Es erzählt die Geschichte des bekannten Romans von Jules Verne über den Gentleman Phileas Fogg und seine tollkühne Weltumreisung. Uraufgeführt wurde das Stück 2001, damals mit 3000 Besuchern und einer eigenen TV-Reportage. Seitdem wurden Musicalproduktionen zur Institution am Wirteltor, es folgten sechs weitere Stücke, eins alle zwei Jahre.

Dass die Jules-Verne-Inszenierung wiederholt wird, ist ein Abschiedsgeschenk an Kunstlehrer Reinhard Vogt, der zum Halbjahr seinen Abschied aus dem Kollegium gab. Er fungiert beim Musical als Bühnenbildner. „Das Abenteuer von Fogg lag als Abschiedsgeschenk nahe“, erklärt Magnus Kleinebrell, „die Weltreise war schließlich das aufwendigste Bühnenbild, das wir in 16 Jahren hatten.“ So wurden die alten Kulissen vom Speicher geholt und für die neue Aufführung von Vogt und seinen Schülern restauriert und ergänzt.

Wer das aufwendige Bühnenbild und vor allem die vielen Schüler beim Zusammensetzen des Mosaiks erleben will, hat dazu heute ab 19 Uhr Gelegenheit. Weitere Aufführungen sind am Samstag ab 19 Uhr sowie am Sonntag ab 17 Uhr im Haus der Stadt.

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