Alte Herren in Feierlaune: 50 Jahre Seniorennachmittag bei Teutonia

Von: Anne Wildermann
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Stecken in den Vorbereitungen (v.l.): Norbert Lehnar, Theo Krifft und Franz-Josef Olefs. Foto: Wildermann

Echtz. Franz-Josef Olefs (75) steckt mitten in den Vorbereitungen für die Jubiläumsfeier. Am kommenden Sonntag wird er als Moderator durch ein dreistündiges Programm führen. Irgendein Programm wird das nicht sein. Schließlich feiert die Alt-Herren-Abteilung des SC Teutonia Echtz 50 Jahre Seniorennachmittag im Hotel Echtzer Hof.

„Ursprünglich sollte Ulrich Jungblut moderieren – wie all die vergangenen Jahre auch. Aber er ist zur Kur, weshalb ich seine Aufgabe übernehme“, sagt Olefs und nimmt einen Schluck Kaffee.

Dem Alter zu Ehren

Olefs ist seit 1965 im Hauptvorstand und bespricht noch einige Details zur Feier mit dem ersten Geschäftsführer Norbert Lehnar (67) und dem Vorsitzenden der „Alt Herren“ Theo Krifft (66). Sie sitzen an einem Tisch des Sportheimes in Echtz und blättern in alten Chroniken. „Der erste Seniorennachmittag unter dem Motto ‚Dem Alter zu Ehren‘ fand 1966 im Saale Geich statt“, sagt Lehnar und liest ein paar Passagen laut vor.

Damals kamen 51 Senioren zu der Veranstaltung. „Der selbst gebackene Kuchen kam von den Frauen, es gab sogar einen Fahrdienst und eine Abholung und für alle je zwei Bier und einen Korn“, zählt Lehnar auf. Bei dem Punkt Bier und Korn regt sich leichter Widerstand bei Olefs und Krifft. Die zwei murmeln und schütteln den Kopf. „Also, ich bin mir nicht sicher, ob es wirklich Bier und Korn gab“, sagt Krifft und lehnt sich auf seinem Stuhl zurück.

Olfes pflichtet bei. Letztlich ist es den Dreien egal, ob damals Bier und Korn ausgeschenkt wurden. Wichtiger sei ihnen, und das betonen alle drei Männer, dass die Alt-Herren-Abteilung die Seniorennachmittage immer selbst gestaltet und organisiert haben. „In anderen Orten macht das die Gemeinde. Wir sind da völlig unabhängig und machen die Treffen in Eigenregie“, sagt Olefs.

Die jährliche Veranstaltung, immer im Oktober, ist vermutlich die einzige in der Region, die ein eigenes Club-Lied hat, das immer zum Schluss von allen gesungen wird. Begleitet werden die Gäste dabei von dem Mandolinenclub Merken, der seit 1967 regelmäßig dabei ist. „Die Musiktruppe wird am Sonntag natürlich auch auftreten“, sagt Olefs.

Für die Feier haben sich bisher 120 Leute angemeldet. Generell kommen jährlich zu den Altennachmittagen im Schnitt an die 100 Gäste. Früher durften nur Männer und Frauen im Alter ab 65 Jahren und plus teilnehmen. Heute ab 63 Jahren. Inzwischen kommen mehr Frauen als Männer. Auch Gäste, die bereits im Altenheim leben.

Clou der Jubiläumsfeier: In der Kaffeepause, in der laut Olefs „reichlich Kuchen“ serviert wird, werden die älteste Frau und der älteste Mann der feier gekürt. „Eine Bekannte von mir, die über 90 Jahre alt ist, hat gesagt dass sie nicht kommt, weil sie nicht als älteste Frau geehrt werden will“, sagt Lehnar. Für die Gewinner gibt es je eine Flasche Sekt.

Der Stadt Düren ist das Engagement der „Alt Herren“ nicht entgangen. 2005 haben die Mitglieder eine Ehrung für „besondere Dienste“ bekommen und 2006 ebenfalls eine Auszeichnung.. beide hängen eingerahmt in über Sitzecke des Sportheimes.

Einen dekorativen Rahmen wollen die Organisatoren auch dem Jubiläumsfest geben. Dafür wird eine goldene 50 aufgehängt. „Das alte Banner mit dem Motto ‚Dem Alter zu Ehren‘ wird allerdings nicht hervorgeholt“, sagt Lehnar. Geändert habe sich aber an der Maxime nichts, sagen die drei Männer.

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