Düren - Alt und Jung leben in trauter Nachbarschaft

Alt und Jung leben in trauter Nachbarschaft

Von: Fred Schröder
Letzte Aktualisierung:
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Ein Kolonadengang wird das bestehende Gebäude des Kinderartens St. Peter Julian mit dem Neubau verbinden. Generaloberin Schwester M. Dorothea, Kindergartenleiterin Ruth Schmitz und Arno Drehsen vom Stiftungsvorstand ließen sich vom Architekten Olaf Drehsen die Neubaupläne erläutern. Foto: Schröder

Düren. Ist der Geräuschpegel spielender Kinder eine Lärmbelästigung für Senioren? Für Ruth Schmitz, Leiterin der Kindertagesstätte St. Peter Julian, ist diese Diskussion kein Thema. Auf dem Gelände an der Kölnstraße leben die Jüngsten und die Bewohner des Seniorenhauses St. Gertrud seit langer Zeit in trauter Nachbarschaft.

„Manche Senioren bedauern es, wenn wir Ferien haben”, berichtet Ruth Schmitz. Die Kita-Leiterin blickt derzeit erwartungsvoll einem neuen Projekt entgegen: Noch in diesem Jahr soll die Kindertagesstätte St. Peter Julian erweitert werden.

Die Genossenschaft der Cellitinnen zur Heiligen Gertrud mit Mutterhaus in Düren entspricht mit der Erweiterung des Familienzentrums dem Bedarf. „Wir tragen dem Wunsch nach mehr Plätzen für Kinder unter drei Jahren Rechnung”, begründet Generaloberin Schwester M. Dorothea den Entschluss.

Blickbeziehung bleibt bestehen

Architekt Olaf Drehsen trägt in seinen Erweiterungsplänen den nachbarschaftlichen Strukturen Rechnung. „Die Blickbeziehung zwischen dem Seniorenhaus und der Kindertagesstätte halten wir aufrecht. Und auch der parkähnliche Garten wird gemeinsam genutzt”, skizziert er seine Planungen. Zur Präsentation des Baus hatte der Architekt ein Modell mitgebracht. Die Kindertagesstätte wird nach Süden in Richtung Wernersstraße erweitert. Ein transparenter Kolonadengang verbindet die bisherigen Räume der Kita mit den neuen an der südöstlichen Grundstücksgrenze. Durch die Verlagerung des bisherigen Mehrzweckraumes in den Neubautrakt können im bestehenden Gebäude eine weitere U-3-Gruppe mit Nebenräumen untergebracht werden. Im Neubau finden auch Personalraum und Lagerflächen Platz.

Die zur Außenspielfläche orientierten Fassaden des eingeschossigen Flachbaues werden transparent gestaltet. Im bestehenden Gebäude werden lediglich kleine Umbaumaßnahmen durchgeführt. „Die Planung ist abgeschlossen, der Förderantrag ist gestellt, jetzt warten wir auf die öffentlichen Mittel”, sagten Arno Drehsen und Guido Peterhoff vom geschäftsführenden Vorstand der Cellitinnenstiftung. Der Bau soll 600000 Euro kosten. In vier Gruppen können in der Kita 76 Kinder betreut werden.
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