Düren - Alles, was Papier kann und bietet

Alles, was Papier kann und bietet

Von: Stephan Johnen
Letzte Aktualisierung:
Papierverarbeitung und Papierk
Papierverarbeitung und Papierkunst: Dr. Renate Goldmann und ihre Mitarbeiter haben den „Summer of Paper” eingeläutet. Bis zum 28. August dreht sich alles um den wandlungsfähigen Werkstoff. Foto: Johnen

Düren. Papier spielte schon immer eine wichtige Rolle in der Stadt. Seit dem 15. Jahrhundert ließen sich Unternehmen der Papier erzeugenden und verarbeitenden Industrie an der Rur nieder, bis in die Gegenwart genießt Düren einen Ruf als Papiermetropole.

An diese Tradition wollen das Leopold-Hoesch-Museum und das Papiermusem mit einem „Summer of Paper” anknüpfen. Ab Samstag zeigen bis zum 28. August vier Ausstellungen, Außenskulpturen und ein Workshop-Angebot, was Papier alles kann und bietet.

Den Mittelpunkt bildet die wohl einzigartige Sammlung des im Mai unerwartet verstorbenen Dürener Papier- und Sozialhistorikers Dr. Heinz Schmidt-Bachem. Ihm ist der „Summer of Paper” gewidmet. Dieser historischen Sammlung stehen zeitgenössische Positionen der Papierkunst zur Seite. Florian Baudrexel inszeniert die östliche Apsis des Hoesch-Museums.

Die zackige Linienführung der Wände korrespondiert mit der geometrischen Formgebung Baudrexels Collagen und Skulpturen. Susanne Ristow hat ihre künstlerischen Spuren bereits in der Innenstadt hinterlassen. Vom Hoesch-Museum aus machte sich eine junge Asiatin auf, um Düren zu erkunden. Ihr Konterfei aus Papier begegnet einem an vielen Orten. Jorinde Voigt transformiert (zwischenmenschliche) Aktion in Skalen und Diagramme.

Dieses Prinzip der schematischen Übersetzung von Vorgängen und Beobachtungen liegt den Lendenschurzen der Stämme zugrunde, die im Gebiet des Kongo beheimatet sind. Aus Baumrinden gefertigt, werden sie mit Mustern bemalt. Dieses „African Paper” trifft auf die Transformationen von Jorinde Voigt.

Wolfgang Heuwinkel verbindet mit Außenskulpturen aus Zellstoffblöcken und Kiefern Hoesch- und Papiermuseum. Rohstoff und Produkt bilden eine Einheit - und auch die Museumsgebäude rücken näher aneinander. Das Papiermuseum wird sieben Wochen lang das Schaffenszentrum von Martin Spengler sein, der sein Atelier von München nach Düren verfrachtet hat. Die Besucher können ihm zuschauen, wie er seine Wellpappenreliefs anfertigt. Es ist nicht nur erlaubt, ins Gespräch zu kommen, es ist erwünscht.

Ergänzt werden die Ausstellungen von Workshops, das Museum soll zu einer Kreativplattform werden. An jedem Wochenende gibt es für Jung und Alt eine neue Technik zu erlernen. Am Samstag steht von 10 bis 17 Uhr im Papiermuseum Origami mit Narumi Matsubayashi auf dem Programm. Die Teilnahme ist bei Besuch des Museums (vier Euro, ermäßigt zwei Euro) kostenlos.
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