„Alles bestens geregelt“: Opa Anton kämpft gegen die Hofmodernisierung

Von: ale
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Mit einem lustigen Stück und einer trefflichen Rollenbesetzung bescherte die Theatergruppe Akkutaresse ihrem Publikum drei vergnügte Abende. Foto: Anneliese Lauscher

Hasenfeld. Vor dreimal ausverkauftem Haus spielte die Theatergruppe Akkutaresse den Schwank „Alles bestens geregelt“ von Bernd Gombold. Jeder Platz im Hasenfelder Hof war besetzt, das Publikum amüsierte sich köstlich, das Gelächter war bis auf die Straße zu hören.

Unter der Regie von Gerda und Richard Boje war ein Stück ausgewählt worden, das prima zur Truppe passte: Eine verwitwete Bäuerin will den Hof modernisieren und Feriengäste anlocken. Damit ist aber Opa Anton, ein echtes Schlitzohr, überhaupt nicht einverstanden. Eine resolute, putzwütige Klara (Gerda-Marie Jung) macht ihm das Leben schwer, und der erste Feriengast bringt nur noch mehr Durcheinander auf den Hof.

Als erstes fiel den Zuschauern das prächtige Bühnenbild auf, da hatte Bert Ohrem eine ländliche Idylle mit Blumenwiese und Kuh als Hintergrund gemalt. Besonders freuten sich die Zuhörer, wenn die Akteure platt sprachen: Die hatten die Handlung kurzerhand in die Nähe von Heimbach ins „Gut Kohnental“ verlegt.

Liesel Kulina meisterte die Rolle der Bäuerin Rosi fantastisch. Als Gegenpart zum Opa Anton (Hans-Peter Kulina), der meist nur Unsinn im Kopf hat, spielt sie temperamentvoll und energisch. Klara, Rosis Mutter, rennt staubwedelnd über die Bühne, sie kann keinen Schmutz ertragen. Am wenigsten den „müffelnden“ Opa, den führen die beiden Damen kurzerhand zum Duschen ab.

Ein Wanderer, der sich verlaufen hat, wird für den Tierarzt gehalten und muss beim Kalben helfen! Nach diesem Erlebnis kippt er sich ordentlich einen hinter die Binde und stößt an mit „Muh-Muh-Muh“ – zum Brüllen komisch, der Robert Feicke. Auch die naive Briefträgerin (Ivonne Wawer), ständig auf der Suche nach dem Traummann, und der gerissene Schriftsteller, den Achim Heinen spielt, sorgen für manchen Lacher.

Martha Lennartz bekam als supergeizige Nachbarin Brunhilde immer wieder Szenenapplaus, nicht einmal für die Zeitschrift „Herz-Schmerz“ will sie Geld ausgeben, die holt sie sich bei Rosi ab. Und genau in diesem Blättchen hat Rosi eine Kontaktanzeige aufgegeben: „Liebe vergeht, Hektar besteht!“

Der stotternde Heiratskandidat

Der komisch stotternde Heiratskandidat, der auftaucht (Manfred Kau), entspricht nicht ihren Vorstellungen. Als auch noch die heimliche Partnerin des geldgierigen Schriftstellers ins Geschehen tritt (Sophia Heinen), muss Opa, der es faustdick hinter den Ohren hat und alle Tricksereien durchschaut, alles bestens regeln.

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