Alle Konzerte der „Schlossfestspiele” finden statt

Von: Jörg Abels
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Das Prinzenpaar (l.) freut sic
Das Prinzenpaar (l.) freut sich mit der Kulturinitiative, der Gemeinde und Konzertveranstalter Meyer auf die Festspiele im Schlosspark. Foto: Abels

Merode. Die gute Nachricht vorab. Alle Konzerte im Rahmen der zu Schlossfestspielen mutierten Burgfestpiele finden ab dem 19. August wie geplant statt. Alle Künstler haben nach der Verlegung mittlerweile ihre Zusage gegeben.

Das hat Günter Meyer von der gleichnamigen Konzertagentur am Donnerstag im Schloss Merode bestätigt. Das Schloss ist der Kulturinitiative des Kreises Düren kurzfristig von der Prinzenfamilie als Ausweichort zur Verfügung gestellt worden.

Einzig die beiden bestuhlten Veranstaltungen werden nicht mit umziehen. Für sie ist der leicht abschüssige Schlosspark Merode, der Open-Air-Konzertbesuchern beste Sicht bieten wird, weniger geignet. Daher findet der „NightWash Burg Club” am 31. August auf Burg Wilhelmstein in Würselen statt, der Auftritt von Helga Schneider wird vorausssichtlich im Frühjahr 2012 nachgeholt. Einzelheiten will Meyer-Konzerte in der kommenden Woche mitteilen. Alle bereits gekauften Karten behalten ihre Gültigkeit, können auf Wunsch aber auch an den Vorverkaufsstellen gegen Erstattung des Kaufpreises zurückgegeben werden.

Und mit einer guten Nachricht für alle bislang leer ausgegangenen BAP- und „Ich + Ich”-Fans wartete Meyer auch noch auf. Für die bereits ausverkauften Konzerte können dank des Umzuges nun wieder jeweils 600 Tickets verkauft werden, eventuell sogar noch mehr.

Seitens der Kulturinitiative dankten die Vorsitzende Käthe Rolfink und ihr Stellvertreter, Landrat Wolfgang Spelthahn, der Prinzenfamilie ausdrücklich für ihre unbürokratische Bereitschaft, den Festspielen Asyl zu gewähren. „Wir haben nach dem Brand unseres Schlosses so viel Solidarität aus der Region und auch vom Kreis Düren erfahren”, betonte Prinz Charles-Louis von Merode, „dass wir nun glücklich sind, dem Kreis entgegenkommen zu dürfen.” Er freut sich auf eine positive Kooperation, die Zukunft haben könnte. Denn glaubt man Günter Meyer, soll es nicht bei einem einmaligen Gastspiel in Merode bleiben: „Um diese traumhafte Location wird uns jeder Veranstalter beneiden.”

Meyer und Spelthahn verteidigten noch einmal mit Nachdruck den plötzlichen Umzug. Die Summe der Probleme in Nideggen mit der Zuwegung oder den Räumen sei zu groß geworden, um ordnungsgemäße Festspiele zu gewährleisten. Im Raum stehende Klagen und Schadensersatzforderungen von Gastronomen und Geschäftsleuten hatten das finanzielle Risiko, für das die Spitze der Kulturinitiative persönlich haftet, zu groß werden lassen. Einen Seitenhieb in Richtung Nideggener Stadtrat konnte sich Spelthahn nicht verkneifen. Dessen plötzliche Wertschätzung der Festspiele hätte er sich schon in den vergangenen Jahren gewünscht, sagte er.

Die ist in Langerwehe auf jeden Fall vorhanden, sieht Bürgermeister Heinrich Goebbels in den „Schlossfestspielen” eine große Chance für die Gemeinde. Logistische Probleme sieht er nicht. Weihnachtsmarkt und Frühjahrspromenade mit mehreren tausend Besuchern hätten gezeigt, dass auch große Besucherströme in Merode in die richtigen Bahnen gelenkt werden können.
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