Froitzheim - Alkohol im Spiel: Dürener rammt Notarztwagen

Alkohol im Spiel: Dürener rammt Notarztwagen

Von: red/pol
Letzte Aktualisierung:
Notarzt Symbol Patrick Seeger/dpa
Das Notarzteinsatzfahrzeug wurde durch die Wucht des Aufpralls auf die andere Straßenseite geschleudert. Symbolbild: Patrick Seeger/dpa

Froitzheim. Ohne Führerschein und betrunken am Steuer: Ein 33-jähriger Mann hat in der Nacht zu Samstag einen Unfall bei Froitzheim verursacht, in dem er mit Wucht auf das Heck eines Notarztwagens aufgefahren ist. Zuvor ist er durch seinen Fahrstil aufgefallen. Der Dürener bestreitet jedoch, das Auto gefahren zu haben.

Laut Polizeibericht fuhr die 27-jährige Fahrerin des Notarztwagens um kurz nach Mitternacht auf der Landstraße 33 von Soller kommend in Richtung Vettweiß. Sie und der mitfahrende Notarzt wurden Augenzeugen, wie ein ihnen vorausfahrender Wagen mit überhöhter Geschwindigkeit falsch herum in den Kreisverkehr an der L33 und Bundesstraße 56 fuhr. Unmittelbar hinter dem Kreisverkehr blieb das Auto am Fahrbahnrand stehen.

Das Rettungsdienstfahrzeug passierte den Wagen zunächst. Der Notarzt und die Fahrerin beschlossen allerdings zu wenden, da der Fahrstil Folge einer Notlage hätte sein können und sie dem Insassen Hilfe leisten wollten. Doch dazu kam es nicht mehr. Der besagte Wagen war zwischenzeitlich wieder angefahren und fuhr mit Wucht auf das Heck des Notarztwagens auf, welches sich bei der Kollision um die eigene Achse drehte und schließlich auf der Gegenfahrbahn zum Stehen kam.

Der 33-jährige Dürener, der unmittelbar nach dem Unfall durch die Zeugen und die Polizei angetroffen wurde, bestreitet jedoch der Fahrer des Unfallwagens gewesen zu sein. Er gibt an, dass eine weitere Person am Steuer saß und nach dem Unfall zu Fuß geflüchtet sei. Außer ihm hat allerdings niemand eine solche Person gesehen, weshalb der Mann als vermutlicher Unfallverursacher gilt.

Seine widersprüchliche Aussage könnte auf seinen Alkoholkonsum zurückzuführen sein. In seiner Atemluft wurde ein Wert von 1,68 Promille festgestellt. Seinen Führerschein konnten die Beamten nicht beschlagnahmen, da er längst schon keinen mehr besaß. Dem Mann wurde zu Beweiszwecken eine Blutprobe entnommen.

Der Schaden an den beiden Wagen wird von der Polizei auf etwa 20.000 Euro geschätzt. Außer der Fahrerin des Notarztfahrzeugs, die in ein Krankenhaus transportiert werden musste, wurde niemand verletzt. Das Strafverfahren gegen den Dürener dauert an.

Leserkommentare

Leserkommentare (2)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert