Alaaf säht de Jeck och ohne Prinz

Von: Stephan Johnen
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Auf dem Wirteltorplatz feierte
Auf dem Wirteltorplatz feierten mehr als 300 Dürener Jecke gestern den Start der neuen Session. Bis zum frühen Nachmittag gab es ein buntes Bühnenprogramm - unter anderem mit den Hydranten-Musikanten. Foto: Johnen

Düren. Der Festkomiteepräsident konnte seinen Augen kaum glauben. „Von der Bühne aus gesehen sind hier mindestens vier Millionen Jecke”, rief Peter Körner den Dürener Karnevalisten zu, die sich pünktlich um 11.11 Uhr am Elften im Elften auf dem Wirteltorplatz versammelt hatten.

Später reduzierte er seine Schätzung augenzwinkernd auf 3,5 Millionen Besucher; 300 bis 400 Jecke waren es tatsächlich, die den Start in die neue Session feierten und dabei noch Platz auf dem Platz ließen. Es wird eine Session, in der es in der Stadt Düren kein Prinzenpaar gibt. „Och ohne Prinz in Düre könne mir Jecke fiere” lautete daher das offizielle Motto. Und die Dürener gaben sich am Freitag Mühe, diesen Leitsatz mit Leben zu füllen.

Bei der Vertreibung des Muzzepuckels konnten das Festkomitee und Dürens Bürgermeister Paul Larue dennoch auf Unterstützung von Tollitäten zählen. Es eilten Ex-Tollitäten herbei, die vom Präsidenten dennoch als „Prinzenpaar” auf die Bühne gerufen wurden. Ob es eine versteckte Einladung war, für ein weiteres Jahr das Narrenzepter in der Stadt zu schwingen?

„Wir sind am Montag verabschiedet worden, springen aber gerne heute noch einmal ein”, verkündeten Ulrich I. (Schmeding) und Katharina I. (Keemß-Schmeding) zwinkernd ihren Ruhestand als Prinzenpaar nach einer tollen Session. „Wir haben die Zeit in vollen Zügen genossen”, rührten sie bei ihrer Verabschiedung die Werbetrommel. Dass es in diesem Jahr keine Bewerber für das Amt gab, lasse die karnevalistische Welt in Düren aber nicht untergehen, mutmaßte Bürgermeister Larue.

„Was die Erwachsenen nicht auf die Reihe bekommen, das schaffen die Kinder”, kündigte er die Inthronisation von Dürens Kinderprinzessin Katja I. (Breuer) am Samstag im Haus der Stadt an. „Was die Tradition und die Brauchtumspflege angeht, hat das Festkomitee die richtige Entscheidung getroffen, heute zu feiern”, sagte Rolf Peter Hohn, Präsident des Regionalverbands Düren im Bund Deutscher Karneval. Auch die Resonanz der Dürener sei erfreulich gewesen. „Wer an diesem Tag nach Köln fahren möchte, den kann sowieso niemand aufhalten”, sagte Hohn.

Für die Jecken, die den Sessionsauftakt in Düren feierten, gab es bis zum frühen Nachmittag ein buntes Bühnenprogramm mit den Hydranten-Musikanten, „Dä Jong us em Levve”, Stimmungssänger Rolf Weber, den „Bremsklötz” und der Gruppe „Cölsch un Joot”.
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