Aktionstag: Mehr Reichweite für die Kunst schaffen

Von: Sarah Maria Berners
Letzte Aktualisierung:
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Eine Kunstroute soll mehr Menschen auf die Arbeit von Kunstschaffenden im Kreis Düren aufmerksam machen. Am 10. Mai werden viele Ateliers, Galerien und Museen öffnen. Foto: stock/westend61
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Wollen die „Bildende Kunst“ im Kreis Düren in den Mittelpunkt rücken: Hans-Joachim Güttler, Pit Goertz und Justus Peters. Foto: smb

Kreis Düren. Stolberg und Eschweiler haben eine, Aachen und Heinsberg ebenfalls und Maastricht sowieso. „Nur der Kreis Düren steht bislang ohne Kunstroute da. Das wollen wir ändern“, sagt Pit Goertz, Künstlerischer Leiter von Schloss Burgau.

1996 habe es die letzte kreisweite Kunstaktion gegeben. „Im nächsten Jahr wollen wir zeigen, welches breite Spektrum es im Kreis Düren gibt“, betont Goertz und kündigt damit einen Aktionstag unter dem Titel „Wege zur Kunst im Kreis Düren von Heimbach bis Linnich“ an.

Türen öffnen

Zugegeben, es ist noch ein bisschen hin, bis am 10. Mai Ateliers, Galerien, Museen und Kirchen ihre Pforten kostenlos für die Besucher öffnen sollen. Aber die Organisatoren der Arbeitsgruppe „Bildende Kunst“ des Kunstfördervereins Kreis Düren und der Kunstinitiative „Die Treppe“ wollen möglichst viele Künstler von hier mit ins Boot holen und ihnen ausreichend Zeit für Bewerbungen bieten.

50 Adressen von Teilnehmern hat Pit Goertz schon gesammelt, darunter seien alle Museen im Kreis Düren, vier Galerien, sieben Initiativen und 30 Künstler. Aus den Bewerbungen (siehe Infokasten) wird eine Jury weitere Teilnehmer auswählen. „Wir wollen mit dem ‚Tag der offenen Türen‘ auch unbekannten Künstlern die Möglichkeit bieten, ihre Arbeiten zu zeigen. Auch Schloss Burgau soll Raum zur Präsentation bieten.

„Künstler und entsprechende Einrichtungen erreichen immer nur einen sehr begrenzten Teil der Bevölkerung“, weiß Pit Goertz. Gerade deshalb sei es aber wichtig, neue Leute auf die Kunst im Kreis Düren aufmerksam zu machen und sie im Idealfall für die Kunst zu begeistern. „Es ist unsere Aufgabe, die Leute zu animieren, sich mit der Kunst zu befassen. Wenn wir die Türen nicht öffnen, dann kommen die Leute nicht. Ob wir Erfolg haben werden, können wir vorher nicht wissen.“

Es bewegt sich

„Ich finde es wichtig, dass sich im Bereich der ‚Bildenden Kunst‘ im Kreis Düren etwas bewegt“, sagt Dr. Hans-Joachim Güttler, Vorsitzender des Kunstfördervereins, der sich schon auf die vielfältigen Einblicke in die künstlerische Arbeit in der Region freut. Zudem ist des dem Kunstförderverein wichtig, den Nord- und den Südkreis, Jülich und Düren, stärker miteinander zu verbinden. „Außerdem planen wir für mögliche Folgeveranstaltungen auch Künstler, die einen Bezug zum Kreis Düren haben, aber heute nicht mehr hier leben an die Rur zu holen“, wagt Pit Goertz einen Ausblick in die Zukunft.

„Kult-Rur-Welle“

Bis 2018 will Goertz noch ein weiteres Projekt, die „Kult-Rur-Welle“. „Dieses Projekt soll Kulturschaffende von der Quelle bis zur Mündung der Rur miteinander vernetzen“, schildert Goertz. Seit einem dreiviertel Jahr arbeitet er an dieser Aktion. Entlang der Rur gibt es 40 Gemeinden. Sie alle und die dortigen Kulturschaffenden will er in Zusammenarbeit mit dem Kulturförderverein und dem Kulturbetrieb der Stadt Düren mit ins Boot holen. 16 Gemeinden haben schon zugesagt, bei der „Kult-Rur-Welle“ mitmachen zu wollen. Ziel des Projektes ist ein dreiwöchiges Veranstaltungsprogramm, bei dem zum Beispiel ein Künstler aus Kreuzau in Roermond ausstellt und ein Chor aus Körrenzig in Monschau musiziert. „Fremde sollen an neue Orte kommen. So kann sich die Kulturszene vernetzen.“

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