Aktionstag: Fahrräder haben Vorfahrt

Von: Hendrik Geisler
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Stellten den Aktionstag „Mobilität für alle“ vor: Markus Jakobs, Stefan Kesting, Helma Tietjen, Sabine Kieven, Gunther Neubert und Peter Vogt (von links). Foto: Hendrik Geisler

Düren. Abgase, Feinstaub und Verkehrsgedränge haben am Dienstag, 22. September, keine Chance und Autofahrer das Nachsehen. Dann findet auf dem Wirteltorplatz in Düren von 11 bis 16 Uhr im Rahmen der europäischen Mobilitätswoche der von der „Lokalen Agenda 21“ veranstaltete Aktionstag „Mobilität für alle“ statt.

Während dieser Zeit ist die Schenkelstraße für Autofahrer gesperrt, Fahrradfahrer und Fußgänger haben Vorrang. Für 13 Uhr ist eine Podiumsdiskussion zum Thema „Mobilität in Düren“ angesetzt, bei der unter anderem Bürgermeister Paul Larue mit Vertretern der Dürener Kreisbahn und des Seniorenrats über den Verkehr an der Rur diskutieren wird. Fahrradhändler und Radfahrervereinigungen bieten die Möglichkeit, E-Bikes und andere Drahtesel auszuprobieren, zudem werden eine Skaterbahn und eine Sprayerwand für Jugendliche aufgebaut.

Die Stadtwerke Düren werden mit einem Elektrofahrzeug vertreten sein. Mit dem Dürener Ableger des Vereins „Freifunk“, der sich für freie Wlan-Netze einsetzt, wird am Aktionstag auf dem Wirteltorplatz ein kostenloser Hotspot eingerichtet, dadurch soll auch eine Liveübertragung der Podiumsdiskussion im Internet möglich sein. Für die Zukunft ist geplant, einen Wlan-Hotspot dauerhaft in der Innenstadt zu installieren.

Nachdem es in den vergangenen Jahren um die „Lokale Agenda 21“ ruhiger geworden war, kommt nach und nach frischer Wind in das Dürener Treiben rund um das Handlungsprogramm zur Nachhaltigkeit, das von den Vereinten Nationen 1992 ins Leben gerufen wurde und seit 1999 in Düren verfolgt wird.

„Wir wollen Bewusstsein schaffen und für Klimaschutz werben“, sagte Stefan Kesting, der sich schon von Beginn an für die Initiative engagiert. So wurde im vergangenen Jahr ein Gutscheinbuch „Gut leben im Dürener Land“ für nachhaltige Produkte aus der Region aufgelegt, das Grundlage für ein neues Internetportal rund um das Thema sein soll.

Die Dürener „Lokale Agenda 21“ hat momentan etwa 20 ehrenamtliche Mitstreiter, die sich unter anderem für eine Aktualisierung des Dürener Nachhaltigkeitsberichts von 2004 einsetzen.

In der jüngsten Vergangenheit hat die Gruppe zwei Bürgeranträge eingereicht, um die Attraktivität der Stadt zu verbessern. Die Anträge beschäftigen sich mit dem erhöhten Verkehrsaufkommen im Stadtgebiet durch LKW und einem „Marktticket“.

Die Initiatoren wünschen sich einen preiswerten Fahrausweis für den öffentlichen Personennahverkehr, um auch von weiter entfernten Gemeinden besonders an Markttagen kostengünstig in die Innenstadt zu kommen. „Alle Kräfte müssen zusammenarbeiten, damit die Menschen nicht nach Aachen oder Köln fahren, sondern gerne nach Düren kommen“, appellierte Kesting an die Mithilfe und das Engagement aller Bürger und Institutionen.

Der Mobilitätstag soll mit seinen vielfältigen Aktionen für ein nachhaltiges Verkehrskonzept werben, damit der gewünschten Attraktivität Dürens nichts mehr im Weg steht.

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