Akademie-Team muss Zusatzschicht fahren

Von: Beate Weiler-Pranter
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Nach Werkbänken und Staffelei
Nach Werkbänken und Staffeleien brachte Alfred Siepen auch die Baumstämme für die Bildhauer-Kurse ins „Kavaliershaus”.

Heimbach. Die Eröffnung der James-Rizzi-Gedenkausstellung rückt unaufhaltsam näher, doch von Stress und Hektik ist in der Internationalen Kunstakademie wenig zu spüren: „Das ist alles eine Frage der Organisation”, lautet die Devise auf Burg Hengebach.

Der Zeitplan bis zur Ausstellungseröffnung ist deshalb klar durchstrukturiert, denn bis zum 29. April müssen noch viele Aufgaben bewältigt und Hindernisse aus dem Weg geräumt werden. Da ist die „Arbeitsliste des gesamten Akademie-Teams extrem lang.

Besonders Hausmeister Alfred Siepen hatte alle Hände voll zu tun. Tagelang war er damit beschäftigt, die beiden als Werkräume der Kunstakademie genutzten Ateliers auf der Hauptburg leer zu räumen. Hier sollen ebenfalls Bilder des Pop-Art-Künstlers gezeigt werden. Deshalb mussten Werkbänke, Staffeleien, Tische und Stühle weichen, um einen ungestörten Blick auf die bunten, fröhlichen Exponate des New Yorker Künstlers zu gewährleisten.

Zum Schluss fuhr er ein Dutzend wuchtiger Baumstämme mit einer Sackkarre zum „Kavaliershaus”. Beim Bildhauerkurs von Peter Nettesheim fertigten die Kursteilnehmer vergangenes Wochenende daraus Holzskulpturen. Auch der Metall-Bildhauer Reinhard Puch wird mit seinen Schülern im atmosphärischen „Kavaliershaus” arbeiten, während nebenan die ersten Besucher durch die Rizzi-Retrospektive streifen. Andere Kurse sollen kurzerhand ins Torhaus verlegt werden. „Durch diese Ausweichmöglichkeiten müssen trotz der Ausstellung keine Seminare ausfallen”, erklärt Akademie-Direktor Prof. Frank Günter Zehnder.

Um über ausreichend Präsentationsfläche für die zahlreichen Rizzi-Exponate zu verfügen, wurden vom Verwaltungsleiter Franz-Josef Hellwig bei einem Messebauunternehmen in Vettweiß 200 Quadratmeter Stellwände geordert. Die weiß grundierten Pressholzwände sind teilweise schon frei stehend aufgebaut. Außerdem wurden die Mauern der beiden Ateliers mit dem Stellwand-Material verkleidet, denn an den massiven Klinker- und Sandsteinwänden konnten keine Bilder befestigt werden.

Seit Montag werden die Rizzi-Originale auf Burg Hengebach aufgehängt. Zuvor musste das Akademie-Team allerdings eine Zusatzschicht fahren, um die Exponate der „10. Werkschau” abzubauen, die bis Sonntagabend zu sehen war. Nachdem der letzte Besucher die Finissage verlassen hatte, wurden die Bilder und Skulpturen umgehend abgebaut und in einem eigens angemieteten Raum der Burg zwischengelagert.

Zusätzliche Stellwände

Mittlerweile waren in den Ausstellungsräumen auch die zusätzlichen Stellwände installiert worden. „Denn sobald die Originale eines Künstlers im Haus sind, darf kein Anstreicher mehr mit Farbe hantieren”, betont Zehnder.

Um die Sicherheit der wertvollen Werke zu garantieren, schickt der Kreis Düren zwei zusätzliche Servicekräfte nach Heimbach, die während der fünfwöchigen Bilderschau ein Auge auf die aus der ganzen Welt zusammengetragenen Bilder haben. Zudem ist das gesamte Vorhaben „gut und hoch” versichert, und eine Objektschutzfirma bewacht die Räumlichkeiten rund um die Uhr.

Wie groß bereits jetzt das Interesse an der Rizzi-Retrospektive ist, bekommen Caroline Helle und Christina Bolder im Sekretariat zu spüren. „Das Telefon steht nicht mehr still. Neben Anmeldungen zu Seminaren, wollen sich viele Anrufer eins der 350 Exemplare aus der limitierten Sonderedition von Rizzis letztem Bild „That sunny funny feeling” sichern. Die Hälfte haben wir schon verkauft”, berichtet Caroline Helle.
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