Akademie Lendersdorf zeigt 1500 Werke

Von: mh
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Die Studierenden der „Akademie für bildende Kunst“ gewähren Einblicke in ihre Arbeit. Foto: Marie Hanrath

Lendersdorf. Mit einer großen Bandbreite an Werken präsentiert sich die bereits seit 21 Jahren bestehende Akademie für bildende Kunst in NRW seit Samstag. Bei einem Rundgang konnten Kunstinteressierte einen guten Einblick durch die etwa 1500 ausgestellten Werke der freien Kunst erlangen.

Darunter sind Zeichnungen, plastische Objekte, Pastellbilder und Installationen aus dem Sommersemester.

Viele der Studierenden jeden Alters sind gekommen, um den zahlreichen Kunstneulingen Fragen zur Akademie und ihren eigenen Werken zu beantworten: „Im vergangenen Semester haben wir uns mit dem Thema Licht und Schatten auseinandergesetzt“, erzählte Hannelore Lamprecht, die sich bereits seit sechs Jahren mehrmals wöchentlich in der Akademie weiterbildet. „Hier herrscht eine tolle Atmosphäre. Dadurch, dass jeder seinen eigenen, festen Atelierplatz hat, lässt man sich ab und zu zwar von der Arbeit anderer inspirieren, jedoch ist genug Abstand da, um sich und seine Kreativität immer aufs Neue wieder zu entdecken. Die Kunst ist für mich zu seinem sehr wichtigen Inhalt in meinem Leben geworden“, erklärt sie begeistert.

Kreative Unterstützung

Zu der guten Stimmung in den Räumlichkeiten des ehemaligen Verwaltungsgebäude des Stahl- und Metallwerks Gebrüder Hoesch trägt auch Akademiedirektor Helmut Holt bei. Mit vielen kreativen Einflüssen unterrichtet und unterstützt er die Studierenden in Seminaren und während ihres Arbeitsprozesses. Doch auch er lässt den Studierenden genügend Freiraum, um sich mit persönlichen Themen und Problematiken künstlerisch zu beschäftigen.

So haben die Schwestern Janina und Anika Winkel ihr ehemaliges Atelier einfach mal in goldene Folie gehüllt: „Die Folien, sind eine Darstellung der Verhüllung und ein Abschied aus der Räumlichkeit. Zwangsweise mussten wir durch den Braunkohleabbau umziehen. In der Akademie konnten wir aber schnell lernen, dass Veränderungen auch da sind, um den Horizont zu erweitern und uns neu zu entdecken.“ Diese Freiheit ist durch das vielfältig zusammen gestellte Lehrangebot gewährleistet.

Das Spektrum reicht von Maltechnik über Ateliermalerei, plastisches Gestalten, Kunstgeschichte, Zeichnen und Aktzeichnen bis zur freien Malerei.

Unterstützung für junge Talente

Besonderen Wert legt Holt auch auf die Förderung und Unterstützung junger Talente. Die Abteilung „Neuen Kunstschule“ ist dafür da, Kinder und Jugendlichen von sechs bis 16 Jahren in verschiedenen Kursen an Themen heranzuführen. Die Augen zu öffnen für Dinge, die uns umgeben und sich dafür zu begeistern, steht hier bei einer sehr freien Arbeit im Mittelpunkt.

Die Semesterausstellung kann in der nächsten Zeit jeden Dienstag und Mittwoch von 15 bis 18 Uhr besichtigt werden.

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