Akademie in Lendersdorf: Es bleibt spannend

Von: Christoph Hahn
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Das junge Gesicht der Akademie in Lendersdorf: Seit kurzem gehört eine Kunstschule für Kinder und Jugendliche dazu, die von Christiane Mucha (links) und Monika Gilliam gefördert werden. Foto: Christoph Hahn

Lendersdorf. Vom Schenkel-Schoeller-Stift über eine Fabrik in der Rölsdorfer Kapellenstraße zum ehemaligen Verwaltungsgebäude auf dem Areal der Lendersdorfer Hütte – erst 2010 ist die „Akademie für Bildende Kunst in NRW“ an ihrem heutigen Sitz angekommen. Rund 60 Studenten, alte wie junge, vervollkommnen hier ihre Fertigkeiten im Malen, Zeichnen und Gestalten von Skulpturen. Dass sie das in Düren seit nunmehr 20 Jahren tun können, haben die Schüler sowie ihre Verwandten und Freunde jetzt mit einem Festakt gefeiert.

Neben der Feier gehörte ein Rundgang durch die Räume der Akademie zum Programm, bei dem die Studenten aktuelle Arbeiten in ihren Ateliers vorstellten – Kunstbetrieb zum Anfassen. Unter denen, die sich da der Öffentlichkeit vorstellten, war auch die Kölnerin Gudrun Bergmann: „Zwölf Jahre bin ich schon hier, und es ist immer spannend.“ Sie schätzt das reichhaltige Angebot und zudem den „Zuspruch der Dozenten“, die sie und andere kreative Menschen in Lendersdorf begleiten.

Mit dabei ist auch Karin Hahn, eine gebürtige Berlinerin, die seit fünf Jahren in der Akademie arbeitet. Besonders schätzt die Wahl-Dürenerin die Bandbreite der Generationen, die in der von dem Maler und Bildhauer Helmut Holt aus Vettweiß geleiteten Institution vertreten sind: „Zwischen 20 und 70 ist fast alles dabei.“ Wobei sich das Altersspektrum noch auf die Jüngeren und Jüngsten hin erweitern wird: Seit kurzem gehört zu der Akademie eine Kunstschule, in der Mädchen und Jungen zwischen sechs und 15 Jahren von Christiane Mucha und Monika Gilliam ihren Talenten entsprechend gefördert werden.

Insgesamt waren bei dem Rundgang, wie Akademieleiter Holt sagte, rund 1500 Bilder in diversen Stilen von der Gegenständlichkeit bis zur Abstraktion zu sehen. Dass es bei der Zusammenarbeit zwischen Studenten und den derzeit sieben Dozenten um eine langfristige Beziehung geht, ist dem Hausherrn im Übrigen mindestens ebenso wichtig wie die Tatsache, dass in der als Ergänzungsschule anerkannten Akademie junge Menschen auch ohne Abitur hier das Rüstzeug für die Abgabe ihrer Bewerbungsmappe mit allerlei Arbeiten bekommen können.

„Bestens vernetzt“ sah Holt die Akademie dann auch in seiner Rede bei dem vom Klarinettenquartett „Kla-vier“ umrahmten Festakt im Foyer. Die Anerkennung von Bürgermeister Paul Larue blieb ihm dabei nicht versagt: „Eine Stadt braucht gute Adressen, und die Akademie für Kunst ist eine solche“. Auf dem Terrain der Hütte sei „Industrielles mit Künstlerischem verbunden.“ Mit Blick auf die zurückliegenden 20 Jahre formulierte Larue seinen „herzlichen Glückwunsch zu dieser gelungenen Strecke!“ Dass es dabei um eine menschlich wie auch sonst bereichernde Zeit gegangen sein muss: Das machten anschließend die Malerin Isabell Hüsgen sowie die Dozenten Dr. Dirk Tölke und Jens Dummer mit kurzen Beiträgen deutlich.

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