Ahrweilerplatz: Wochenausklang mit Musik unter freiem Himmel

Von: Stephan Johnen
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Jutta Gigler, Tanja Bürger und Stefanie Powitz (von links) wollen den Ahrweilerplatz und dem Markennamen „Airweiler“ ab Mai immer freitags zum Treffpunkt der Dürener machen. Foto: Stephan Johnen

Düren. Annakirmes, Jazztage, Stadtfest: Große Veranstaltungen gibt es einige in der Stadt an der Rur. Wenn es um Spontaneität und urbane Straßenkultur geht, wird es schwieriger, Beispiele zu finden. Oder anders formuliert, mit den Worten von Tanja Bürger: „Im Kalender gibt es diese Spitzen – dazwischen herrscht tote Hose.“

Das muss nicht sein, ist die Dürenerin überzeugt. Und sie hat mit Jutta Gigler und Stefanie Powitz zwei Mitstreiterinnen gefunden, die das ändern wollen. Sie haben die Initiative „Airweiler“ aus der Taufe gehoben – und möchten das Kulturleben ab Mai aufmischen.

Dreh- und Angelpunkt ist der Ahrweilerplatz. Er soll ab dem 6. Mai immer freitags für anderthalb Stunden zur Bühne werden, zur Open-Air-Bühne wohlgemerkt. Ahrweilerplatz und Open Air ergeben „Airweiler“ – damit wäre der Name der Initiative erklärt.

„Wir hatten die Idee eines Konzerts in der Stadt, als urbanes Event“, sagt Stefanie Powitz. Kein Konzert mit großer Bühne, riesigen Lautsprecheranlagen und einem gesonderten Parkplatzkonzept. „Airweiler“ soll vielmehr ein Stück Alltagskultur werden, der Ahrweilerplatz soll ein Treffpunkt am Ende einer arbeitsreichen Woche werden, um dort das Wochenende einzuläuten.

Bei etwas Musik, einigen Getränken, vielen Gesprächen. Immer von 18 bis 19.30 Uhr. „Wer möchte, packt Campingstuhl und Butterbrote aus“, kann sich Tanja Bürger durchaus eine Picknick-Atmosphäre vorstellen. Und wenn die Jugendlichen aus dem Papst-Johannes-Haus noch ein paar Stücke Kuchen für den guten Zweck anbieten möchten: ebenfalls kein Problem. Nur soll die Veranstaltung unter freiem Himmel keinen kommerziellen Charakter haben.

Der Eintritt ist frei, es wird keinen Ausschank geben, selbst die Bühne ist eher mit einigen Kreidestrichen angedeutet als aufgebaut. „Wir reden nicht von einer Großveranstaltung, sondern von erweiterter Straßenmusik“, erklärt Stefanie Powitz. Die Anwohner haben die Organisatorinnen bereits mit Flugblättern informiert.

Die Idee zu „Airweiler“ ist im vergangenen Jahr entstanden. Die Stadt Düren und der Kulturbetrieb hatten die „Kulturoffensive für Düren“ ins Leben gerufen, um die Innenstadt mit Kunst im öffentlichen Raum zu beleben. Auf einem der Treffen haben sich auch die drei Frauen kennengelernt – und schnell festgestellt, dass sie auf gleicher Wellenlänge liegen. Mit im Boot ist auch die Theaterpädagogin Marion Kaeseler.

Das Konzept, zunächst an zehn Freitagen den Ahrweilerplatz zu bespielen, kam auch bei der Stadt an, das Amt für Stadtentwicklung kümmert sich um alle Genehmigungen. Für die ehrenamtliche Initiative gab es auch eine kleine Finanzhilfe, um den Bands, die auftreten, eine Aufwandsentschädigung zahlen zu können.

Bei der Premiere am 6. Mai tritt „The Man in the Crowd“ auf. Jutta Gigler kümmert sich darum, Musiker und Bands für einen Auftritt zu gewinnen. Teil des Konzeptes ist es, auch regionalen Bands im Vorprogramm eine Chance zu geben, sich mit einigen Stücken auf der Bühne zu präsentieren. Bis zum Freitag vor den Sommerferien soll die Reihe erst einmal laufen. Im Idealfall ist „Airweiler“ nach dem dritten Termin schon Tradition. „Wir sehen uns dann Freitag am Ahrweilerplatz“, sagt Tanja Bürger zum Abschied.

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