Agit soll sich erklären: SPD fordert Austritt

Von: inla
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Soll bis nach der Sommerpause ein neues Konzept vorlegen: Agit-Chef Dr. Lothar Mahnke. Foto: inla

Kreis Düren. Ob der Kreis Düren Mitglied der Agit, der Aachener Gesellschaft für Innovation und Technolgietransfer, bleibt, ist unklar. Der Geschäftsführer der Agit, Dr. Lothar Mahnke, soll bis nach der Sommerpause ein Konzept vorlegen, aus dem hervorgeht, wie genau der Kreis von der Gesellschaft profitiert.

Darauf verständigte sich der Kreisausschuss, nachdem die SPD den Antrag formuliert hatte, aus der Agit auszutreten. Für den SPD-Fraktionsvorsitzenden Josef Johann Schmitz „ist nicht erkennbar, wo der Nutzen für uns liegt“. Die Gesellschaft will Unternehmen bei der Ansiedlung unterstützen, bei Neugründungen beraten und neue Standorte für Firmen identifizieren.

Der Kreis ist wie die Städteregion, der Kreis Euskirchen oder die Stadt Aachen Gesellschafter und bezahlt für seine Mitgliedschaft 121.000 Euro pro Jahr. Der Kreisausschuss verständigte sich am Dienstag darauf, den SPD-Antrag zunächst zurückzustellen. Am gleichen Abend fand ein Treffen der Hauptgemeindebeamten in Euskirchen statt, bei dem die Entwicklung der Agit Thema war.

Landrat Wolfgang Spelthahn sagte am Mittwoch auf Anfrage unserer Zeitung, es gäbe „erste gute Ansätze“. Die Aachener Gesellschaft wolle sich weiter erneuern und „mehr in die Fläche ausstrahlen“. Nach einem von der Kreis-SPD formulierten Vorwurf wirkt die Agit bisher „in erster Linie in Aachen selbst“, wie Fraktionschef Schmitz findet.

Landrat Spelthahn sagt, auch ihm sei der Nutzen der Gesellschaft für den Kreis derzeit nicht groß genug. Aber das könne sich ändern. Es sei notwendig, neben einer inhaltlichen Konzeption auch die finanziellen Möglichkeiten im Blick zu haben.

Unterdessen regt die SPD mit Zustimmung von CDU und Grünen eine Gastmitgliedschaft im Verein „Region Köln/Bonn“ an, der sich zuletzt im Zukunftslabor der Indeland-Gesellschaft präsentierte. Der Verein kümmert sich um den Strukturwandel in der Region.

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