AG Pro Rad: „Die unzumutbaren Radwege sanieren“

Von: Franz Sistemich
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Horst Malchow hat schon viele Radwege in der Bundesrepublik befahren: Der zwischen Kreuzau und Niederau ist einer der schlechtesten. Deshalb fordern er und die anderen Mitglieder von Pro Rad Düren die Sanierung. Foto: Sistemich

Niederau. Es ist mächtig was los auf dem Radweg zwischen Niederau und Kreuzau. Zahlreiche Menschen jedweden Alters sind mit ihren unterschiedlichen Rädern unterwegs: Mütter mit ihren Kindern, Senioren, Rennradfahrer. Menschen, die von der Arbeit kommen. Frauen und Männer, die einfach eine Tour gemacht haben.

Sie müssen den schmalen Weg zwischen der Stadt Düren und der Nachbarkommune nicht radeln. Er ist von der Benutzungspflicht ausgenommen. Aber sie fahren ihn, obwohl er sich in einem schlechten Zustand befindet. Zwei bis drei Zentimeter hohe Kanten oder Wölbungen im Asphalt wegen der Baumwurzeln rütteln den Radler durch.

Doch Mann wie Frau fährt lieber auf der Schüttelpiste als auf der vielbefahrenen Landstraße, eingeklemmt zwischen Lastwagen und Pkw. Die Arbeitsgemeinschaft „Pro Rad Düren“ fordert deshalb: „Außerorts müssen gute Radwege an allen wichtigen Straßen vorhanden sein.“ Zum Beispiel an der Landstraße zwischen Kreuzau und Niederau: „Dieser unzumutbare Radweg muss dringend saniert werden“, sagte Horst Malchow.

Der Dürener ist mit seinen verschiedenen Rädern republikweit unterwegs. Er kennt sehr viele Radwege. Der an der Landstraße 249 gehört zu den schlechtesten, die er jemals befahren hat. „Doch auch der Radweg an der B56 zwischen Düren und Stockheim zählt zu denen, die unbedingt saniert werden müssen“, fordert Rob Maris aus Kreuzau. Den beiden Mitglieder der AG „Pro Rad Düren“ stoßen aber auch weitere Umstände unangenehm auf: „Egal ob nach Unfällen oder nach Grünpflegemaßnahmen: Auf den Radwegen liegen oft viel Glas, Abfälle und Äste, während die Straße neben an super sauber ist“, kritisieren Malchow und Maris.

Der Ruruferradweg gehört auch zur Verkehrsinfrastruktur, die Mitglieder der AG „Pro Rad Düren“ kritisch unter die Lupe nehmen. Ihr Fazit fällt nicht gut aus: „Der Ruruferradweg ist oft keine echte Alternative.“ Zwischen Düren und Kreuzau, aber auch weiter im Norden vor Jülich gebe es zu viele tiefe Schlaglöcher und sehr enge Stellen, die keine komfortable, sichere und zügige Fahrmöglichkeit für den Alltagsverkehr darstellten. Und so lautet die Forderung: Es muss nicht Asphalt sein, aber: „Es gibt andere Untergründe, die dauerhaft eine sichere Fahrt ermöglichen. Für den jetzigen Zustand muss man sich aber auch wegen der Touristen schämen“, sagte Horst Malchow.

Gute Wegweiser

Die Dürener Arbeitsgemeinschaft kritisiert aber nicht nur, sie lobt explizit den Kreis Düren: Er plane an seinen Kreisstraßen grundsätzlich immer Angebote für den Radverkehr mit ein. Und ein weiteres Lob gilt auch für die Stadt: Die Radverkehrswegweiser seien in Stadt und Kreis schon sehr gut. Wünschenswert sei aber die systematische Kontrolle der Hinweisschilder, die teilweise auch in falsche Richtungen zeigten. Hinweisen werde aber nicht zügig nachgegangen: „Da scheint es personelle Engpässe zu geben, so dass die Meldungen nicht sofort beseitigt werden“, meinte AG-Mitglied Jens Veith.

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