Ärztehäuser eingeweiht: Aus dem Keller in die Neubauten

Von: jan
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Großer Bahnhof: Am Freitag wurden die beiden Ärztehäuser direkt neben dem Krankenhaus Düren eröffnet und eingeweiht. Foto: Guido Jansen

Düren. Vor vier Jahren mussten die onkologischen Patienten zur ambulanten Behandlung in den Keller des Krankenhauses Düren gehen. Für Patienten, die mitunter eine schwere Diagnose erhalten hatten, war dieser Gang alles andere als ein erhebendes Gefühl. Jetzt sind diese Zeiten endgültig vorbei. Am Freitagmittag wurden die beiden neuen Ärztehäuser am Krankenhaus offiziell eingeweiht.

Rund 7,5 Millionen Euro wurden investiert – und dass, ohne öffentliche Mittel einsetzen zu müssen, wie Landrat Wolfgang Spelthahn, stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender, betonte. Spelthahn bedankte sich bei den Investoren, die alle als Gesellschafter, aber auch als Nutzer mit den Ärztehäusern verbunden sind, für ihre Bereitschaft, „dieses zukunftsweisende Projekt“ zu ermöglichen.

Das Krankenhaus hat die Grundstücke in das Projekt eingebracht. „Unser neues Haus ist ein Sinnbild der modernen Pathologie“, sagte Professor Bernd Klosterhalfen bei der Einweihungsfeier. Er ist Chefarzt des Instituts und der Praxisgemeinschaft für Pathologie, die in einem der Ärztehäuser eine neue Heimat finden. Genau wie die Hämato-Onkologische Ambulanz des Krankenhauses.

„Für uns bedeutet das einen Umzug in eine schönere, größere und freundlichere Ambulanz“, fügte Onkologie-Chefarzt Dr. Michael Flaßhove hinzu. Der Mediziner sprach sogar von einem „Quantensprung für die Versorgung der Patienten“. Die Behandlung von Tumorerkrankungen ist ein Schwerpunkt des Krankenhauses Düren. Die Klinik an der Roonstraße ist der einzige onkologische Schwerpunktversorger in Stadt und Kreis Düren. Neben mehreren tausend stationären Patientinnen und Patienten pro Jahr werden im Rahmen der ambulanten Versorgung täglich zwischen 80 und 100 Patienten in der Hämato-Onkologischen Ambulanz behandelt.

Entstanden sind zwei Ärztehäuser, die darüber hinaus ein Sanitätshaus in Haus I sowie ein Medizinisches Versorgungszentrum für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde sowie Anästhesie, eine Orthopädiepraxis, eine Praxis für Logopädie, einen Hörakustik-Experten, ein Allergielabor und eine Apotheke enthalten. „Diese beiden Häuser sind für Düren ein bedeutender Standortvorteil“, sagte Wolfgang Spelthahn in seinem Grußwort als stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender des Krankenhauses. Medizinische Betreuung sei neben dem Thema Sicherheit eines der wichtigsten Bedürfnisse der Menschen einer Region.

„Dass diese beiden Häuser hier entstanden sind, ist ein wichtiges Zukunftssignal für unsere Region“, sagte Spelthahn weiter. Das Modell, wie man mehr Platz und bessere Bedingungen für Pathologie und Onkologische Ambulanz schaffen könne, habe der Aufsichtsrat laut Spelthahn bei einem Arbeitsbesuch in Trier gesehen, wo das medizinische Angebot in ähnlicher Weise erweitert worden ist.

Den Architekten Helmut Moersdorf, der die Häuser in Trier umgesetzt hatte, habe man direkt mit ins Boot für Düren genommen. Laut Krankenhausgeschäftsführer Dr. Gereon Blum sind beide Neubauten im Zeitplan geblieben, der Kostenrahmen wurde sogar unterschritten.

Im Beisein vieler Vertreter aus Politik und Wirtschaft wie Dürens Bürgermeister Paul Larue, der ebenfalls dem Aufsichtsrat angehört, und dem SPD-Bundestagsabgeordneten Dietmar Nietan wurden die zwei neuen Ärztehäuser, die schon seit einigen Wochen in Betrieb sind, offiziell eingeweiht.

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