Langerwehe - Älteste Jugendfeuerwehr im Kreis feiert Geburtstag

Älteste Jugendfeuerwehr im Kreis feiert Geburtstag

Von: kin
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Die Jugendfeuerwehr der Löschgruppe Langerwehe der Freiwilligen Feuerwehr gehört zu den ältesten Jugendwehren in ganz Deutschland. Derzeit gehören 15 Kinder und Jugendlichen zu der Gruppe. Foto: kin
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Rüdiger Heimbüchel, Georg Esser und Thomas Ring (von links) betreuen die Jugendfeuerwehr. Foto: kin
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Bei der Jugendfeuerwehr spielt auch Geselligkeit eine wichtige Rolle.
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Damals wie heute haben die Mitglieder der Jugendfeuerwehr an so genannten „Leistungsspangen“ teilgenommen.
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Eine erste Jugendfeuerwehr hat es in Langerwehe schon 1952 gegeben.

Langerwehe. Karim Colling ist 16 Jahre alt und seit sechs Jahren aktives Mitglied der Jugendfeuerwehr Langerwehe. „Ich bin beim Tag der offenen Tür gewesen, und es hat mir total gut gefallen. Vor allem die großen Feuerwehrfahrzeuge haben mich fasziniert. Mittlerweile ist die Feuerwehr für mich so etwas wie meine zweite Familie. Wir sind hier echt gute Freunde.“

15 Kinder und Jugendliche zwischen zehn und 18 Jahren gehören derzeit zur Jugendfeuerwehr der Löschgruppe Langerwehe. Die Gruppe feiert an diesem Wochenende ihr 50-jähriges Bestehen. „Wir sind die älteste Jugendfeuerwehr im Kreis Düren“, erklärt Georg Esser, der vor einem halben Jahrhundert als Kind bei der Jugendfeuerwehr angefangen hat. „Und wir sind eine der ältesten Jugendwehren in Deutschland.“

Als Jugendfeuerwehrmann muss man viel Fachwissen haben, es kommt aber auch darauf an, fit und gut trainiert zu sein. Steffen Schain (13): „Wir machen sehr viele Übungen. Unsere Betreuer denken sich Szenarien aus, zum Beispiel einen Gebäudebrand an der Gesamtschule Langerwehe. Und da fahren wir dann hin, um das Feuer zu löschen.“

Dabei müssen die Nachwuchs-Feuerwehrleute natürlich auch gewisse Regeln beachten. Moritz Frings: „Wir müssen uns in Trupps aufstellen. Es gibt Angriffstrupps, Wassertrupps und Schlauchtrupps.“ Bei den praktischen Übungen wird auch sehr viel theoretisches Wissen vermittelt. „Das ist wirklich ‚Learning by Doing‘. Und die Größeren bringen den Kleineren ganz schön viel bei“, sagt Rüdiger Heimbüchel, einer der Betreuer der Jugendfeuerwehr.

„Wir müssen uns auch mit den Fahrzeugen gut auskennen“, sagt Karim. „Und mit der ganzen Feuerwehrausrüstung. Schließlich wollen wir später einmal Menschen helfen, die in Not sind.“ Steffen ergänzt: „Feuerwehrleute müssen aber nicht nur Brände löschen. Sie müssen zum Beispiel auch bei Verkehrsunfällen helfen.“

Viele Lehrgänge

Kinder, die lange bei der Jugendfeuerwehr aktiv, sind können mit 18 Jahren sofort in die Freiwillige Feuerwehr übernommen werden. „Aber dann“, weiß Steffen Schain, „müssen wir natürlich auch noch Lehrgänge absolvieren.“ 27 der 46 Feuerwehrmänner der Löschgruppe Langerwehe waren schon bei der Jugendfeuerwehr aktiv. Einer, der noch ganz neu bei der Langerweher Jugendfeuerwehr ist, ist Cedric Weidner (10). „Ich habe vor einem Monat angefangen“, erzählt der Junge. „Und es macht mir viel Spaß. Ich finde es wichtig, dass man anderen Leuten hilft. Deswegen möchte ich Feuerwehrmann werden.“

„Viele Kinder, die zu uns kommen“, sagt Georg Esser, „werden im Laufe der Zeit vernünftiger und auch ruhiger.“ Und Rüdiger Heimbüchel ergänzt: „Sie lernen bei uns, aufeinander Rücksicht zu nehmen. Die Aufgaben, die den Jugendlichen gestellt werden, können nur alle zusammen lösen. Arbeit bei der Feuerwehr bedeutet immer Teamgeist. Und das lernen die Kinder und Jugendlichen.“

Ihr großes Jubiläum feiert die Jugendfeuerwehr mit einer Alarmübung, bei der alle Jugendfeuerwehren aus dem Gemeindegebiet mitmachen dürfen. Steffen Schain: „Das ist immer etwas ganz Besonderes. Weil wir zu den Alarmübungen mit Blaulicht und Martinshorn fahren dürfen. Das machen wir bei unseren normalen Gruppenstunden natürlich nicht.“

Welche Aufgabe die Nachwuchs-Feuerwehrleute zu erfüllen haben, erfahren sie erst morgen Nachmittag. „Es hat mit der Gesamtschule zu tun“, sagt Karim. Da gab es entsprechende Andeutungen. Aber der Rest ist geheim: „Wir sollen ja ganz spontan reagieren können.“

Karim und seine Mitstreiter treffen sich immer freitags von 18 bis 19.30 Uhr. „Im Sommer“, erzählt Moritz Frings (14), „treffen wir uns immer am Feuerwehrgerätehaus. Im Winter finden die Gruppenstunden alle 14 Tage in der Sporthalle statt.“

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