Adventsmusik trifft jeckes Liedgut

Von: Gudrun Klinkhammer
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Eine Mischung aus Weihnachtsliedern und Karnevals-Gassenhauern: „Echte Fründe“ spielten in der stimmungsvoll beleuchteten St.-Michael-Kirche in Kelz die „Kölsche Adventzick“. Foto: Gudrun Klinkhammer

Kelz. Aber hallo! Da wackelten die Wände der ehrwürdigen Kirche St. Michael, als die Band „Echte Fründe“ in Kelz aufschlug.

Den Besuchern im voll besetzten und farbig ausgeleuchteten Kirchenschiff boten die Musiker um Frontsänger und Gitarrist Reiner Mörkens richtig was für die Ohren.

Schnell wurde die Stimmung im Gotteshaus angeheizt und den Zuhörern warm ums Herz. Der Titel der Veranstaltung lautete „Kölsche Adventzick“, und – man ahnt es schon – Weihnachten und Karneval gehen in diesem Fall eine Symbiose ein.

Was sich zeitlich streckenweise überlagert, passt auch musikalisch unter einen Hut. Die „Echten Fründe“ coverten bekannte Lieder aus Köln, der Region und aus Übersee und hielten so die Besucher auf Trab, die sich zwischenzeitlich immer mal wieder von den Kirchenbänken erhoben, mitklatschten und im Rahmen des überschaubaren Platzes zwischen den hölzernen Kirchenbänken ein wenig tanzten.

Experiment mit großem Chor

Mit dem bekannten Hit der kölschen Mundartband Band „Brings“ „Su lang mer noch am lääve sin“ startete der musikalische Reigen. Weiter ging es amerikanisch mit „Let It Snow“. Zu einem großen Chor versuchte Reiner Mörkens die Besucher mit einem gängigen Weihnachtslied zweistimmig zusammenzuschweißen. Das funktionierte allerdings nur bedingt.

Die Melodie, die die Besucher, die auf der einen Seite im Kirchenschiff saßen, singen sollten, erklang gut vernehmbar. Die zweite Stimme allerdings, gesungen von den Besuchern auf der Gegenseite im Kirchenschiff, ging schnell sang- und klanglos unter. Dafür war die Aktion dann auf die Schnelle doch zu schwierig. Die Musiker allerdings waren auch für einen derartigen Fall gewappnet. Ruckzuck übernahmen sie die musikalische Federführung und sangen das Lied in ihrer flotten Art perfekt und mehrstimmig zu Ende.

Besonders dem etwas jüngeren Publikum bot diese Art von Kirchenkonzert eine willkommene Abwechslung und einen Anlass, wiedermal in die Kirche zu gehen. Ausrichter war der Förderverein St. Michael Kelz mit seiner Vorsitzenden Maria Esser an der Spitze.

Sie freute sich mit ihrem Team über die 200 Besucher im ausverkauften Haus. Zum ersten Mal hatten sie die „Echte Fründe“ mit einem derartigen Programm zu Gast, wahrscheinlich aber nicht zum letzten Mal. Der stimmungsreiche Abend, an dem die Kirche auf wahrlich ungewöhnliche Weise mit Licht und Musik erfüllt wurde, wird den Gästen mit Sicherheit noch lange als himmlisch-kerniges Erlebnis im Gedächtnis bleiben.

Der Applaus, den die Besucher spendeten, war sowohl für die mutigen Ausrichter als auch für die hervorragenden Ausführenden hoch verdient.

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