Adrenalinkitzel neben Nostalgie auf der Annakirmes

Von: Jörg Abels
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Das höchste transportable Ket
Das höchste transportable Kettenkarussel der Welt kommt wieder nach Düren: der „Star-Flyer”.

Düren. Die großen Achterbahnen der Republik machen auch 2012 einen Bogen um die Annakirmes. Statt Düren fährt der „Olympia-Looping” beispielsweise wieder die mittlerweile auf zehn und elf Tage verlängerten Volksfeste in Düsseldorf und Crange an.

Und auch echte Neuheiten im Fahrgeschäftsbereich sucht der Kirmesfan ein Jahr vor dem 375. Geburtstag des größten Volksfestes an der Rur in der am Dienstag präsentierten Schaustellerliste vergeblich.

Das heißt aber nicht, dass Attraktionen gänzlich fehlen oder aber Adrenalin-Junkies auf der Annakirmes 2012 zu kurz kommen. Platzmeister Achim Greiff hat dafür gesorgt, dass es an der Rur vom 28. Juli bis 5. August gleich mehrfach hoch hinaus geht; beispielsweise mit der Rückkehr des „Boostermaxxx”, der mit Über-Kopf-Fahrten in mehr als 50 Metern Höhe lockt.

Und auch die „XXL-Schaukel” mit einer Flughöhe von immer noch 45 Metern ist sicherlich nichts für Fahrgäste mit einem nervösen Magen. Ähnlich hoch, wenngleich weniger rasant, geht die Fahrt im „Star Flyer”, dem nach Angaben des Betreibers höchsten transportablen Kettenkarussell der Welt, das dem Besucher ebenso bereits von weitem ins Auge stechen wird wie das „Europa-Rad”, das als Annakirmes-Wahrzeichen nicht fehlen darf.

Dazu gesellen sich einige Kirmesklassiker: zwei Geisterbahnen beispielsweise, Berg- und Talfahrt, Riesenrutsche, Wellenflieger, „Breakdance” und „Playball”, die alle ihre Fangemeinde unter den treuen Kirmesbesuchern haben. Nostalgisch wirds beim Steilwandfahren oder aber auch mit der Achterbahn „Rock & Roller”, die mit einer Schienenlänge von knapp 1000 Metern zu einer Fahrt „wie in der guten alten Zeit einlädt”, verspricht Greiff.

Wenn schon nicht bei den Fahrgeschäften, so kann der Platzmeister zumindest im Bereich der Laufgeschäfte zwei Neuheiten präsentieren: Das „Big Bamboo” entführt in die Südsee, in der „Gaudi Hüttn” warten 28 Attraktionen auf vier Etagen auf die Gäste.

Insgesamt hat der Steuerausschuss der Stadt auf Vorschlag des Platzmeisters 17 Großfahrgeschäfte, zwölf Kinderfahrgeschäfte, sechs Schau- und Belustigungsgeschäfte, zwölf Spielgeschäfte, sechs Schießhallen und vier Losbuden zugelassen. Daneben 15 reine Imbiss-, elf reine Ausschankbetriebe und acht Imbiss/Ausschank-Kombinationen.

Dass die Schaustellerbranche vor einem Generationswechsel steht und es angesichts der Kosten immer schwieriger wird, Neuheiten zu präsentieren, wie Reinhard Helbig vom Steuerausschuss einräumte, kann man vielleicht auch an der Zahl der Bewerbungen insgesamt festmachen, die erstmals seit vielen Jahren wieder unter die 900er Grenze gerutscht ist. Die Diskussion um einen zehnten Annakirmestag aber wollen Verwaltung und Politik dennoch nicht forcieren. „Wir bewegen uns hier auf einem schmalen Grat”, erinnert Bürgermeister Paul Larue an die Auflagen der Bezirksregierung. Aber zumindest für das Jubiläumsjahr 2013 scheint das Thema noch nicht ganz vom Tisch.

Abgeschlossen haben die Zeltwirte derweil mit der Miss Annakirmes. „Angesichts der schlechten Resonanz haben sie entschieden, dass es keine Wahl mehr geben wird”, gab Greiff am Dienstag bekannt. Dafür dürften die beiden Seniorennachmittage der Stadt mit Schlägersänger Bernhard Brink und Kabarettist Jürgen B. Hausmann wieder das Zelt füllen.
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