Adelshochzeit in der Klosterkirche

Von: kin
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Marguerite Prinzessin de Merode heiratet heute um 13 Uhr in der Klosterkirche Wenau Philippe Reichsgraf d`Oultremont.

Merode/Wenau. „Ich kenne Reichsgraf Philippe d‘Oultremont gut, bin mit ihm sogar befreundet. Und ich weiß ganz sicher, dass meine Schwester einen guten Mann heiratet.“ Albert-Henri Prinz de Merode freut sich auf die Hochzeit seiner Schwester.

Am Samstag um 13 Uhr spenden sich Marguerite Prinzessin de Merode (26) und Philippe Reichsgraf d‘Oultremont in Wenau das Sakrament der Ehe. 500 Gäste aus dem europäischen Hochadel hat das Paar eingeladen, bei dem Empfang nach der Trauung sind auch Vertreter der Dorfgemeinschaft und der Meroder Vereine dabei. Neben Ihrer Königlichen Hoheit, der Großherzogin von Luxemburg, werden unter anderem Prinz Francois d‘Orléans, die Prinzen von Liechtenstein, die Prinzen von Lobkowicz und die Prinzen Ligne in Merode erwartet. Und auch Gäste aus Mexiko haben zugesagt: Die spanische Familie de Lascouerain Corcuera, zu deren Vorfahren der Entdecker Hernán Cortés gehört, wird ebenfalls in die Töpfergemeinde reisen.

Die vergangenen Wochen und Monate waren für das Brautpaar sehr anstrengend. Nach der Verlobung absolvierten Marguerite Prinzessin de Merode und Reichsgraf Philippe d‘Oultremont aus Belgien Antrittsbesuche bei der Verwandtschaft in ganz Europa. Der Bräutigam stammt übrigens aus der gleichen Familie wie Prinzessin Marguerites Mutter, Clotilde Prinzessin de Merode. Auch sie ist eine geborene d‘Oultremont. „Aber beide stammen aus völlig verschiedenen Zweigen der Familie“, erklärt Prinz Albert-Henri. „Um da auf eine wirkliche Verwandtschaft zu treffen, muss man schon bis ins 17. Jahrhundert zurückgehen.

Während das junge Paar die Verwandten besucht hat, haben sich Bruder Albert-Henri Prinz de Merode und die Eltern der Braut in Merode um die aufwändigen Hochzeitsvorbereitungen gekümmert. „Wir haben ja mit großen Veranstaltungen im Schloss Merode mittlerweile Erfahrung“, schmunzelt Albert-Henri. „Aber aufregend ist es natürlich schon.“ Reichsgraf Philippe d‘Oultremont ist im Diamantenhandel tätig, seine Braut hat Germanistik studiert und zuletzt in Paris gearbeitet. Nach der Trauung wird das Paar in Brüssel seinen Lebensmittelpunkt haben. Um seiner Braut seine Liebe zu gestehen, ist Reichsgraf Philippe d‘Oultremont bis nach Ruanda in Afrika gereist, wo die Prinzessin ehrenamtlich bei einem Hilfsprojekt gearbeitet hat. Für den 36-Jährigen war gleich nach dem ersten Treffen klar, dass Prinzessin Marguerite die Liebe seines Lebens ist.

Selbstverständlich gibt es bei Adelshochzeiten eine Kleiderordnung. Die Herren – auch der Bräutigam – tragen „Cut“, also einen grauen oder schwarzen Gehrock mit Weste und schwarz-grau gestreifter Hose, die Damen erscheinen in festlichen Gewändern, viele werden einen Hut tragen. „Wir haben die belgische Variante gewählt“, sagt Albert-Henri Prinz de Merode, „das heißt, es wird sich vor dem Abendessen nicht mehr umgezogen.“ Die Braut möchte zu ihrem Brautkleid natürlich nicht allzu viel verraten. Nur so viel: Obwohl Marguerite Prinzessin de Merode zuletzt in Paris gearbeitet hat, hat sie ihr Kleid in einem Aachener Atelier nach ihren Entwürfen lassen.

Ein besonderes Hochzeits-Präsent hat sich die Meroder Dorfgemeinschaft für das Brautpaar einfallen lassen. Gab es für Prinzessin Marguerites Schwester Blanche vor zwei Jahren als Geschenk ein Gemälde mit einer Ansicht Merodes, bekommen Marguerite Prinzessin de Merode und Philippe Reichsgraf d‘Oultremont eine Fahrt in einer romantischen Hochzeitskutsche von Wenau nach Merode, die von sechs Pferden gezogen wird. Im Schlosspark findet dann die Hochzeitsfeier statt.

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