Achtjähriger Junge aus Angola wird in Düren behandelt

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Dr. Bertram Barden, Professor Stefan Schröder und Dr. Christof Börgermann (v.l.) freuen sich mit Andre aus Angola über die gelungene OP. In Kürze kann er das Krankenhaus Düren wieder verlassen. Foto: Abels

Düren. Mehr als 10.000 Kilometer von seiner Heimat im südwestafrikanischen Bürgerkriegsstaat Angola entfernt, kann der achtjährige Andre im Dürener Krankenhaus schon wieder ein wenig lachen. Dr. Christof Börgermann, Chefarzt der Urologie, hat den mit schweren Verletzungen im Genitalbereich nach Düren gebrachten Jungen vor wenigen Tagen erfolgreich operiert.

Der kleine Andre ist der erste Patient, den das Krankenhaus Düren im Rahmen einer Kooperation mit dem Friedensdorf Oberhausen behandelt. Das Friedensdorf Oberhausen kümmert sich seit 1967 um schwerkranke Kinder aus Kriegsgebieten, die nach einer Untersuchung vor Ort in ihrer Heimat nicht adäquat versorgt werden können, und bringt sie zur Behandlung nach Deutschland.

Auf Initiative von Hermann-Josef Weingartz vom Lionsclub Kreuzau-Rureifel, des vor Monaten verstorbenen Dr. Karl-Heinz Rücker und seines Lions-Freundes Professor Dr. Stefan Schröder vom Krankenhaus Düren gehört nun auch die Klinik an der Roonstraße zu den Partnern der Hilfsorganisation. „Wir haben uns intensiv mit der Arbeit des Friedensdorfes befasst und sind vom seriösen Konzept begeistert“, betonen Geschäftsführer Dr. Gereon Blum und der Ärztliche Direktor Dr. Bertram Barden.

Vierteljährlich holt das Friedensdorf Kinder (siehe Info) nach Deutschland und verteilt sie auf die Partnerkliniken. Das Krankenhaus Düren hat sich bereit erklärt, vor allem seine kinderurologische Kompetenz einzubringen. Die Ärzte, allen voran Christof Börgermann und Anästhesist Stefan Schröder, haben sich bereit erklärt, die Kinder kostenlos zu operieren, das Krankenhaus übernimmt die Kosten für die Betreuung und die Unterbringung. Und sollte es einmal aufgrund nicht vorhersehbarer Zusatzleistungen zu Mehrkosten – allein Andres Op dauerte drei Stunden – kommen, stehen die Lions Clubs aus dem Dürener Land Gewähr bei Fuß, betont Weingartz.

Ganz wichtig ist Gereon Blum, dass die Kinder nicht zu sehr an westliche Standards gewöhnt und verwöhnt werden. Denn nach der Rückkehr müssen sie wieder mit dem Nötigsten zufrieden sein.

Ein paar Tage wird der kleine Andre noch in Düren bleiben. Dann geht‘s zur Regeneration ins Friedensdorf in Oberhausen, ehe er zurück zu seinen Eltern darf. Das Krankenhaus Düren will jährlich zwei bis drei Kinder aufnehmen, wenn es die Kapazitäten des Hauses zulassen.

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