Niederzier - Acht Millionen Euro aus der eigenen Tasche

Acht Millionen Euro aus der eigenen Tasche

Von: sj
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Niederzier. Die Gemeinde Niederzier bleibt schuldenfrei. „Unsere finanzielle Situation ist weiterhin vergleichsweise gut“, bilanzierte Bürgermeister Hermann Heuser am Mittwochabend bei der Einbringung des Doppelhaushaltes in der Sitzung des Gemeinderates.

 „Wir sollten weiterhin mutig, aber mit Augenmaß und Verstand in unsere Infrastruktur, in unsere Jugend und unsere Vereine sowie in unsere Umwelt investieren und gleichzeitig wie bisher auf unterhaltungs- und kostenintensive Prestigeprojekte verzichten.“

Defizite in Höhe von 1,58 Millionen Euro im Jahr 2013 und 2,142 Millionen Euro im Jahr 2014 können aus der vorhandenen Ausgleichsrücklage begeglichen werden. Im Jahr 2017 werde ein struktureller Haushaltsausgleich erreicht. „Niederzier bleibt weiter schuldenfrei, und Kreditaufnahmen für Investitionen sind nicht erforderlich“, sagte Heuser.

Die Gemeinde investiert in den kommenden zwei Jahren mehr als acht Millionen Euro aus eigenen Mitteln, beispielsweise 800.000 Euro in die energetische Sanierung der Gesamtschule, 1,5 Millionen Euro in den U3-Ausbau und 1,6 Millionen Euro in die Erweiterung der Gewerbegebiete. Mit Blick auf den Kreis Düren forderte Heuser weitere Fortschritte im „dringend notwendigen Konsolidierungsprozess“. Es sei „nicht hinnehmbar“, dass der Kreis den zweithöchsten Hebesatz aller 31 Kreise in NRW ausweise.

Mit Blick auf die eigenen Ratsvertreter bat Heuser weiterhin um Augenmaß. Weitere gemeindliche Angebote oder eine Verbesserung von Standards seien nicht finanzierbar. „Niederzier soll auch nach der Energiewende mit empfindlich wegbrechenden Steuereinnahmen eine Vorzeigekommune bleiben“, unterstrich Heuser. „Eine selbst initiierte Verschuldung ist mit mir nicht machbar.“

Von großer Bedeutung sei es, sich im Verbund mit der Region heute schon auf die Zeit „nach der Braunkohle“ vorzubereiten. Das Projekt Güterverkehrszentrum/Containerterminal dürfe deshalb im Kreis nicht scheitern. „Vielleicht müssen Politik und Bürger auch wieder lernen, dass Verantwortung tragen zuweilen auch heißt, unbequem zu sein und Unbequemes zu akzeptieren.“

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