Abwechslungsreiche Schau im Rathaus

Von: bel
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Die Aussteller Heike Jülich,
Die Aussteller Heike Jülich, Kurt Schönbrunn und Marie-Luise Klein (v.l.) schenkten Bürgermeister Walter Ramm (2.v.l.) ein Gemälde. Foto: bel

Kreuzau. Das muss der ungläubige Betrachter schon sagen: Wer die Gemälde im Ausstellungsflur im Rathaus Kreuzau aufgehängt hat, wollte nahezu jeden Quadratzentimeter ausnutzen. Das ist ihm gelungen. Zwei Malerinnen und ein Maler stellen aus, unterschiedlich in den Motiven.

Das Malmaterial und die Temperamente der Werke scheinen einander zu ähneln, kommen alle drei Maler doch aus dem Atelier von Marie-Luise Klein (Ma-Lu) aus Soller, die allein schon 28 Bilder in der Ausstellung zeigt. Marie-Luise Klein malt in Acryl und Öl auf Leinwand. Die Mittel- und Kleinformate zeigen Blumen, Blüten und Tiere. Stolz ist die Malerin, die schon in der ganzen Region und weit darüber hinaus ausgestellt hat, auf die „Gold- und Masterzertifikate”, die sie bei dem Amerikaner Gary Jenkins im September in Berlin erworben hat.

Jenkins gilt als der beste Blumenmaler der USA. In den Stillleben von Marie-Luise Klein spiegelt sich der Berlin-Ausflug wider. Die Blüten sind jetzt noch akkurater, noch detailgetreuer gemalt, ein Fotoapparat könnte sie kaum exakter ablichten. Kleins Schüler Kurt Schönbrunn malt, wie es kommt. „Eigentlich male ich alles, was mir gefällt”, erklärt er sein breites Spektrum von Motiven. Er habe noch keine Richtung, fährt Schönbrunn fort, doch das bedrücke ihn nicht, denn sein Weg mit der Kunst werde dadurch spannend bleiben.

Schönbrunn malt nach Vorlage, wie seine beiden Kolleginnen auch meist nach Fotos. Doch lebendige Modelle hat er auch. Dabei habe er, wie Walter Ramm in seiner Begrüßungsrede verriet, „eine Schwäche für das weibliche Geschlecht”. Sichtbar im Rathaus Kreuzau an den vielen Frauenfiguren. Heike Jülich, die dritte im Bunde, hat in Nideggen-Wollersheim ein Kinderzimmer in ein Atelier verwandelt. Jülich malt meist abstrakt in blauen und rot-orangen Tönen. Der Betrachter, so wünscht es sich die Künstlerin, soll in dem Gemälde lesen und etwas herausfinden. Hier und da scheinen Figuren durch.

Die gelernte Glasgraveurin malt in Acryl und Öl auf Leinwand, auf einigen Werken sind Sand und Spachtelmasse zu erkennen, die durchaus behutsam in die Kunstwerke eingearbeitet sind. Die Ausstellung im Rathaus Kreuzau trägt den passenden Titel „Nostalgie und Harmonie”. Die meisten Besucher werden es auch so empfinden: In der langen Bilderschlange geht es harmonisch zu. Nostalgie entsteht durch die figürliche Malerei mit herkömmlichen Methoden und alten Motiven. Die Werke von Heike Jülich tanzen da etwas aus der Reihe. Zu sehen ist die Bilderschau zu den Öffnungszeiten des Rathauses bis Montag, 31. Dezember.
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