Nideggen/Kreuzau - Abwassergrundableitungen: Kosten von über 10.000 Euro befürchtet

Abwassergrundableitungen: Kosten von über 10.000 Euro befürchtet

Von: sis
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Die Prüfung des privaten Kanalnetzes in Nordrhein-Westfalen geht alle an: Die Initiative „Alles dicht in NRW” sieht gewaltige Kosten auf die Bürger zukommen. Foto: ddp

Nideggen/Kreuzau. Das Land Nordrhein-Westfalen macht dicht: 200.000 Kilometer lang ist das private Kanalnetz in NRW. 200.000 Kilometer, die undicht sein können. Das darf nicht sein. Und deshalb gibt es den Paragraphen 61a des Landeswassergesetzes.

Der schreibt vor, dass bis 2015 alle privaten Abwassergrundableitungen auf ihre Dichtheit überprüft werden müssen. Ausnahmeregelungen können diese Strecke bis 2023 verlängern.

Dieser Paragraph bereitet Bürgern Sorgen. Wie beispielsweise dem Nideggener Siegfried Genreith sowie Mitstreitern wie Michael Thoni, ebenfalls ein Nideggener, und Klaus Lau (Mönchengladbach). „Auf Bürger können Kosten von über 10.000 Euro zukommen”, befürchtet er. Die Kosten für die Prüfung seien noch die geringsten. Die Sanierung selbst, wenn Garagenzufahrten aufgerissen werden müssen oder der Boden im Wohnzimmer, aber auch die Wiederherstellung der Zufahrt oder des Wohnzimmers würden die Kosten in die Höhe treiben, die für viele Bürger nicht zu bezahlen seien. Deshalb hat er eine Initiative gegründet: „Alles dicht in NRW” ist ihr Name.

Weil sich Siegfried Genreith Unterstützung von Politik und Verwaltung in den Kreisdürener Kommunen wünscht, hat er viele Briefe geschrieben - an Gemeinden, Städte, Politiker. Einer, der ihm geantwortet hat, ist Kreuzaus Bauamtsleiter Siegfried Schmühl: „Wir müssen den gesetzlichen Auftrag erfüllen, aber wir wollen eine einheitliche bürgerfreundliche und, soweit wir es beeinflussen können, kostengünstige Lösung.”

Deshalb hat sich der Arbeitskreis, dessen Mitglieder bisher sechs ganztägige Sitzungen abgehalten haben, auch auf eine Kamerabefahrung als Prüfungsmethode geeinigt: „Dann sieht man sofort, ob ein Schaden vorhanden ist oder nicht.” Und selbst wenn die Untersuchung einen Riss im oberen Scheitel eines Rohres feststellt, soll dies nicht zwangsläufig eine Sanierung zur Folge haben.

Überhaupt glaubt Schmühl, dass Hausbesitzer, die nach 1980 gebaut haben, sich keine Sorgen zu machen brauchen.
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