Abriss Bismarckbrücke: Angst vor Chaos ohne Behelfsbrücke

Von: cl
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Düren. Der Neubau der Bismarckbrücke auf der Tivolistraße, mit dem im Juli begonnen werden soll, sorgt weiter für Zündstoff.

Seit langem fordert die Rölsdorfer SPD den Bau einer Behelfsbrücke für die Zeit des Neubaus.

Am Dienstagabend formulierten nun die SPD-Vertreter im Verkehrsausschuss ihre Überzeugung, dass es ohne Behelfsbrücke zu einem Verkehrschaos im Westen der Stadt kommen wird.

Wenn die 15.000 Fahrzeuge, die heutzutage täglich die Bismarckbrücke überqueren, umgeleitet werden, breche dort „das totale Chaos aus”, sagte Fraktionschef Henner Schmidt.

Die CDU machte dagegen deutlich, dass sie dem Verwaltungsvorschlag folgt, auf eine Behelfsbrücke zu verzichten.

Aus Kostengründen - ein Provisorium würde laut Stadtverwaltung 475.000 Euro kosten - und weil man glaubt, dass der Verkehr ohne größere Probleme umgeleitet werden kann.

Zu dieser Überzeugung gelangte die Bauverwaltung der Stadt anhand einer Verkehrssimulation, die von externen Experten erstellt worden war.

Mit geänderten Ampelschaltungen, neuen Spurführungen und verkehrslenkenden Maßnahmen sei es möglich, die rund zehnmonatige Bauphase zu überstehen, ohne dass man einen Verkehrskollaps befürchten müsse, sagte Baudirektor Heiner Wingels.

Wingels betonte, dass eine Behelfsbrücke nur für etwa fünf Monate hilfreich sei, weil während der halben Brückenbauzeit auch Kanalarbeiten durchgeführt werden, die eh eine Sperrung der Tivolistraße erfordern.

„Wir halten die Investition von knapp einer halben Million Euro für fünf Monate für nicht gerechtfertigt”, sagte Frank Kuhn als Sprecher der CDU.

Die SPD sieht das völlig anders. Die Stadtverwaltung habe von vornherein nur Argumente gegen eine Behelfsbrücke gesucht. „Hätte sie gewollt, hätte sie uns mindestens gleich viele dafür nennen können”, sagte Henner Schmidt.

Die Wirklichkeit stelle sich immer anders da als Simulationen. Schon jetzt sei die Verkehrssituation in der Weststadt höchst problematisch.

„Wir müssen uns fragen, was wir dem Bürger ohne Behelfsbrücke in der Bauphase zumuten”, sagte Schmidt und stellte fest: „Das Geld für eine vernünftige Lösung, eine Behelfsbrücke, sollte uns der Bürger wert sein.”
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