Aboplus-Tour: Ein Blick hinter die Kulissen des Stadtmuseums

Von: Stephan Johnen
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Im Rahmen einer Abo-Plus-Aktion hatten Leser unserer Zeitung die Möglichkeit, an einer exklusiven Führung im Stadtmuseum teilzunehmen. Foto: Stephan Johnen
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Bernd Hahne und Anne Krings stellten die tägliche Arbeit vor.

Düren. Die Vermittlung von Geschichte ist im Idealfall kein abstraktes Konstrukt, das in einer Vitrine ausgestellt wird und nur in ehrfürchtigem Abstand bewundert werden darf. „Wenn wir Schüler zu Gast haben, lassen wir sie mit Objekten arbeiten“, erklärte Leiterin Anne Krings am Mittwoch unseren Lesern bei einer exklusiven Aboplus-Führung hinter die Kulissen des Stadtmuseums.

Gleiches gilt auch für Erwachsene: Geschichte ist etwas zu Mitmachen, zum Anfassen, Austauschen und Diskutieren. Vielleicht ist dies die wichtigste Geschichte hinter der Geschichte des Museums, das überwiegend von ehrenamtlichen Mitarbeitern getragen wird: Seit jeher steht die Tür für alle Menschen offen, die einmal Museumsluft schnuppern wollen oder Interesse haben mitzuarbeiten.

Sei es beim Offenen Treff, der jeden Dienstagabend an der Arnoldsweilerstraße stattfindet, oder den Treffen der Arbeitsgruppen, die vom Bau der Ausstellungsvitrinen bis zur Erfassung der mittlerweile mehr als 25.000 Objekte und Dokumente, die das Museum im Archiv lagert. „Ohne Ehrenamtler würde es das Museum gar nicht geben“, brachte es Anne Krings auf den Punkt.

Bernd Hahne, der Vorsitzende des Trägervereins, ließ die Geschichte des Stadtmuseums von der ersten Idee im Jahr 2008 über die erste Ausstellung im Folgejahr bis zu den jüngsten Projekten und Ausstellungsvorbereitungen Revue passieren.

Während derzeit eine Ausstellung zur Stadtgeschichte von 1918 bis zum Ende der 1920er Jahre vorbereitet wird, arbeiten andere Mitglieder des Vereins am Begleitband zur aktuellen Ausstellung rund um den Ersten Weltkrieg. Voraussichtlich zum 1. August 2018 soll der Band erschienen sein. Das Datum markiert den 100. Jahrestag der ersten Bombardierung der Stadt im Ersten Weltkrieg.

Stolz sind Anne Krings und Bernd Hahne darauf, dass das Interesse am Stadtmuseum nach wie vor ungebrochen sei – und auch viele Schulklassen den Weg in die Räume finden. „Wir wollen zeigen, dass weder der Besuch eines Museums noch die Beschäftigung mit Geschichte wehtun“, erklärte Anne Krings augenzwinkernd.

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