„Aboplus-Tour“: 30 Leser besuchen Windpark in Echtz

Von: Sandra Kinkel
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Erste Station der Fahrt war der Windpark in Echtz mit sechs großen Windkraftanlagen. Foto: Sandra Kinkel
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Lothar Koullen, Prokurist der Rurenergie GmbH, hat den Lesern unserer „Aboplus-Tour“ alles Wissenswerte über den großen Solarpark in Inden erklärt. Über 16.000 Module stehen dort. Foto: Sandra Kinkel
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Lothar Koullen, Prokurist der Rurenergie GmbH, hat den Lesern unserer „Aboplus-Tour“ alles Wissenswerte über den großen Solarpark in Inden erklärt. Über 16.000 Module stehen dort. Foto: Sandra Kinkel

Kreis Düren. Das Wetter mit einer Mischung aus Sonne und Wind war nahezu ideal. „Das ist perfektes Produktionswetter für beide Anlagen“, sagt Thomas Zerres. Geschäftsführer der Rurenergie GmbH. 30 Leser unserer Zeitung hatten am Mittwoch im Rahmen einer „Aboplus-Tour“ die Gelegenheit, sich im Kreis Düren auf die Spuren der Energiewende zu begeben.

Zunächst stand der Windpark in Echtz auf dem Programm, anschließend der Solarpark Inden und der Indemann. Die Rurenergie GmbH gibt es seit 2011. Neben dem Kreis Düren gehören die Sparkasse, die Stadtwerke Düren, die Stadtwerke Jülich und die Energie- und Wasserversorgung GmbH in Stolberg dazu. „Unser Ziel“, sagt Zerres, „ist es, die Energiewende voranzutreiben.“

Im Windpark Echtz stehen derzeit sechs große Windkraftanlagen, die bei ihrer Errichtung im Jahr 2014 zu den modernsten in Nordrhein-Westfalen gehörten. 186 Meter sind die Windräder hoch – und damit 30 Meter höher als der Kölner Dom.

Jede Anlage kann mehr als 2000 Haushalte mit Strom versorgen. „Die Lage des Windparks“, erklärt Rurenergie-Prokurist Lothar Koullen, „ist ideal. Durch die Autobahn und den Tagebau gibt es sowieso schon Lärmbelästigung, so dass der der Windräder kaum noch ins Gewicht fällt. Und wir können die erforderlichen 700 bis 900 Meter Abstand zum nächsten Dorf einhalten.“

Bis so ein Windrad wirklich Strom produziert, braucht es zunächst Selbst Energie im Wert von 2000 Euro. Koullen: „Die sogenannte Energierücklaufzeit beträgt aber nur zwei Jahre. Danach produziert die Anlage Strom, der ins Netz eingespeist werden kann.“ Übrigens verfügt jedes Windrad auch über einen Aufzug. „Allerdings keinen normalen“, sagte Lothar Koullen. „Wer da hoch möchte, braucht schon vorher ein Höhentraining.“

Der riesige Photovoltaikanlage in Inden, übrigens das erste Projekt der Rurenergie GmbH, ist mittlerweile sechs Jahre alt. 16.332 Solarmodule produzieren in etwa so viel Strom wie eine Windkraftanlage in Echtz. Zerres: „Die Windkraftanlagen haben den Vorteil, dass sie auch nachts Strom produzieren.“ Der Solarpark, der auf einer alten Hausmülldeponie steht, stoße dagegen auf mehr Resonanz in der Bevölkerung.

„Die Solaranlage ist viel niedriger als eine Windkraftanlage“, erklärt Thomas Zerres. „Sie stört die Menschen weniger.“ Die neuen, noch moderneren Windkraftanlagen würden noch höher als die, die derzeit beispielsweise in Echtz stehen. „Die Rotoren drehen sich langsamer. Auch das stört die Menschen weniger als Anlagen, die sich schnell bewegen.“ Anders als die Windkraftanlagen produziert die Photovoltaikanlage keinen Wechselstrom. Deswegen gehören zu der Anlage in Inden vier große Wechselrichter.

Beim Besuch des Indemanns zum Abschluss der „Aboplus“-Tour konnten die Teilnehmer eindrucksvoll sehen, dass nicht nur Windräder oder Photovoltaikanlagen einen großen Eingriff in die Natur bedeuten. „Ich bin immer beeindruckt, dieses große Loch zu sehen“, sagte Thomas Zerres. „Es ist fast wie eine Narbe in der Landschaft.“ Ursula und Cornel Sistemich aus Herzogenrath haben sich deswegen für die Energiewende-Tour angemeldet, weil sie es wichtig finden, sich mit dem Thema Energiewende auseinanderzusetzen. „Viele Dinge“, betont Ursula Sistemich, „waren mir so gar nicht bewusst. Ich habe heute sehr viel gelernt.“

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