„Abend der Kulturen“: Verschiedenheit als Chance begreifen

Von: Bruno Elberfeld
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„Stomp – ein Musical“: Zwölftklässler boten beim „Abend der Kulturen“ Einblick in das Bühnenprojekt des Literaturkurses der Heinrich-Böll-Gesamtschule. Foto: Bruno Elberfeld

Düren. „We are the world, we are the children!“ Einer der größten Erfolge, die Michael Jackson vor vielen Jahren um die Welt geschickt hatte. Interpretiert wurde der Song auf der Bühne von Aula A in der Heinrich-Böll-Gesamtschule von Mädchen des 6. Jahrgangs in einer akrobatischen Show.

Wie alle Mitwirkenden am „Abend der Kulturen“ stammten die Eltern, die Vorfahren dieser Akrobatinnen, aus vieler Herren Länder. Cornelia Rehling, stellvertretende Schulleiterin der Gesamtschule im Dürener Osten, strahlte ob des bunten Bildes, das die ausverkaufte Aula für die Besucher bot. „Unsere große Chance“, stellte die Pädagogin fest, „liegt in der Verschiedenheit.“

Viele Facetten

Auf der Bühne entfaltete sich diese Vielfalt in vielen Facetten. Tänze aus dem türkischen Kulturkreis wie „Halay“, ein traditioneller Hochzeitstanz, dem sich neben türkischen Schülern auch deutsche Mitschüler anschlossen.

Erwachsene Besucher und Lehrer machten mit, bewegten sich gegen den Uhrzeigersinn seitwärts durch die Halle. Doch auch westliche Tänze wie Salsa und den „Belly Dance“ brachten die Tänzerinnen anmutig und taktvoll auf die Bühnenbretter. Türkische, englische und italienische Lieder spiegelten das breite Spektrum des Events wider.

Lehrer Tillmann Müller spielte Lieder auf der Saz, einem türkischen Saiteninstrument, die Schülerin Chiara Rybka sang zu Gitarrenbegleitung englische und italienische Kompositionen.

Der Lehrerchor gab unter der Leitung von Jane Reisenauer sein Bestes. Neben den Saiteninstrumenten brillierte das Duett Eiche-Korfhage mit Klavier und Saxophon.

Kleine Sketche dokumentierten den Gästen, dass auch Mimik, Gestik, die Schauspielerei an der Gesamtschule in Düren-Ost nicht zu kurz kommen.

Kostprobe von „Stomp“

Der Literaturkurs des 12. Jahrgangs gab eine Kostprobe von „Stomp“, einem Musical, das sich – ähnlich wie Thornton Wilders „Unsere kleine Stadt“ – in dieser selbst erarbeiteten Version mit der Stadt Düren beschäftigt. In seiner ganzen Länge werden die Zwölfer das Stück am 27. März auf die Aula-Bühne bringen.

Die Idee zum bunten „Abend der Kulturen“ stammt von Katja Fuß, die als SV-Lehrerin zusammen mit Kollegen Sebastian Kunert die Gesamtleitung des Projekts hatte.

Alle teilnehmenden Lehrkräfte der Schule, an ihrer Spitze Schulleiter Hermann Josef Geuenich, betonten, dass die Idee zu diesem Projekt lange vor dem Auftreten von „Pegida“ entstanden ist. „Nun wird die Idee“, sagte Katja Fuß, „von der Realität eingeholt.“

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