Ab auf's Rad, aber sicher: Polizei Düren gibt Tipps

Von: Kim Statzner
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Die Zahl der elektrische Pedelecs im Straßenverkehr steigt – viele über 60-Jährige kaufen die Räder mit Tretunterstützung. Klaus Thelen von der Polizei Düren sagt, worauf man im Verkehr achten soll. Foto: Kim Statzner

Düren. Der Frühling ist da. Zeit, das Fahrrad wieder aus dem Keller zu holen. Damit die erste Radtour auch ohne Zwischenfälle stattfinden kann, gibt Klaus Thelen von der Verkehrssicherheitsberatung der Polizei Düren die wichtigsten Tipps für ein sicheres Fahrrad.

Bei Fahrradunfällen wurden im letzten Jahr im Kreis Düren ein Opfer tödlich, 41 schwer und 144 leicht verletzt. Unfälle mit Pedelecs, also Rädern mit elektrischer Trittunterstützung, treten zwar inzwischen häufiger auf, tödlich Verletzte gab es im letzten Jahr allerdings nicht.

Bevor man wieder auf das Rad, klassisch oder elektrisch, steigt, sollte die Verkehrstauglichkeit kontrolliert werden. „Ein Vorder- und Rücklicht müssen auch tagsüber immer dabei sein“, erklärt Thelen. „Dabei sollte man darauf achten, dass die Lichtstärke mindestens zehn Lux beträgt und ein Prüfsiegel vorhanden ist.“

Außerdem müssen Klingel, Bremsen und Reflektoren an Reifen, Pedalen und an der Vorder- und Rückseite des Rades angebracht sein. „Jedes Fahrrad muss über zwei Bremsen verfügen, eine für das Vorder- und eine für das Hinterrad“, so Thelen. „Vor allem bei Kinderrädern kommt es oft vor, dass die Bremsen nicht funktionieren. Manche fahren sogar mit Rädern, die gar keine Bremsen haben. Da grenzt es fast an ein Wunder, wenn nichts passiert.“

Ab elf Jahren auf den Radweg

Beim Ausflug mit der Familie sollte man außerdem auf die richtige Benutzung der Wege achten. Bis zum achten Lebensjahr müssen Kinder auf dem Gehweg bleiben. Ab elf Jahren müssen dann der Radweg oder die Straße benutzt werden. Hält man sich nicht an die Verkehrsrichtlinien kann es teuer werden. Ein fehlendes oder kaputtes Licht kostet zum Beispiel 10 Euro, telefonieren auf dem Fahrrad macht 25 Euro und über eine rote Ampel fahren gleich 60 Euro.

Die elektrischen Pedelecs unterliegen denselben Vorgaben wie normale Fahrräder. Mit ihrem Aufkommen sind allerdings neue Unfallrisiken hinzugekommen. „Man sagt, dass ungefähr 90 Prozent der Pedelecs an Menschen über 60 verkauft werden, für die die höheren Geschwindigkeiten schon eine Umstellung bedeuten“, sagt Thelen. „Es gibt zum Beispiel eine Anfahrhilfe, mit der Pedelecfahrer an Ampeln deutlich schneller losfahren können. Auch von Autofahrern wird dann oft die Geschwindigkeit unterschätzt.“

Auch die Stadt Düren bemüht sich, die Straßen für die Sicherheit von Fahrradfahrern zu verbessern. „Ab Mitte April werden zunächst die Fahrradschutzstreifen auf der Friedrichs- und der Kölnstraße verbreitert“, erklärt der Fahrradbeauftragte Uwe Schmitz. „In den Sommerferien wird dann das größere Projekt in der Bahn- und Valencienner Straße in Angriff genommen.“

Für Pedelecfahrer wird ebenfalls mit Stromanschlüssen an einer neuen Fahrradabstellanlage in der Innenstadt gesorgt.

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