Nideggen - Aachener Staatsanwaltschaft ermittelt gegen die EGN

Aachener Staatsanwaltschaft ermittelt gegen die EGN

Von: sis
Letzte Aktualisierung:

Nideggen. Die Staatsanwaltschaft Aachen hat ein Ermittlungsverfahren wegen finanzieller Unregelmäßigkeiten gegen die Entwicklungsgesellschaft Nideggen eingeleitet.

Wie Pressesprecher Robert Deller erklärte, gebe es einen Anfangsverdacht der Untreue und auf Verstoß gegen das GmbH-Gesetz. Das Gesellschafterkapital der EGN, die seit zehn Jahren existiert, ist von 25.000 Euro stark geschrumpft, obwohl die Gesellschaft keine Geschäfte getätigt hat. Da die EGN keine Steuererklärungen abgegeben hatte, hatte das Finanzamt schließlich Schätzungen vorgenommen. Die Forderungen des Staates waren bezahlt worden. Der bescheidene Geldbetrag, der noch in der Kasse ist, wird weiter schrumpfen: So stehen noch Geldstrafen wegen Nichtveröffentlichung der Handelsbilanzen aus.

Nach der Kommunalwahl, bei der die parteilose Margit Göckemeyer Bürgermeister Willi Hönscheid abgelöst hatte, waren die Probleme bekannt geworden. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft richten sich gegen den Geschäftsführer, der Mitarbeiter der Nideggener Stadtverwaltung ist. Allerdings können sie, je nach Ergebnis, auf Gesellschafter und Aufsichtsratsmitglieder ausgeweitet werden. Margit Göckemeyers sagte angesichts der Ermittlungen: „Mir ist wichtig, dass die Angelegenheit sauber abgewickelt wird.”

Die EGN ist aber nicht das einzige Problem, dass der neue Bürgermeisterin als Erbe hinterlassen worden ist: Die Zukunft des umgebauten, aber nicht fertig gestellten Gastronomiebetriebes in Eschauel ist weiter ungewiss. Denn: Zuletzt erlosch das Interesse einer potenziellen Pächterin, weil sich das Geschäft für sie nicht rechnete. Zwei weitere Interessenten hat Margit Göckemeyer noch in der Hinterhand.

Aktuell gibt es auch keinen Interessenten, der in Schmidt einen Discounter bauen will. Dagegen hatte sich in Ort und Politik Widerstand auch wegen des Standortes geregt. Margit Göckemeyer: „Wir werden die Nahversorgung weiter im Augen behalten. Es darf nicht passieren, dass es in Schmidt eines Tages kein Geschäft mehr gibt.”
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert