A4-Baustelle: Luchems Umgehung soll 2015 fertig sein

Von: Sandra Kinkel
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Im Drei-Schicht-System arbeiteten jeweils acht bis zehn Bauarbeiter am vergangenen Wochenende, um den Behelfsbau über die A4 in 55 Stunden hochzuziehen. Foto: Sandra Kinkel
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Wenn der Beton in etwa sieben Wochen ausgehärtet ist, wird die Verschalung abmontiert. Dafür muss die Autobahn noch ein mal gesperrt werden. Foto: Sandra Kinkel

Langerwehe. Was Ernst Gombert vom Landesbetrieb Straßenbau NRW da so beiläufig in einem Nebensatz sagt, ist genau die Nachricht, auf die die Menschen in Luchem und Langerwehe lange gewartet haben. Die Landesstraße 12n, also die Umgehungsstraße für Luchem, kommt. Sie soll mit der neuen Autobahnanschlussstelle Luchem sogar noch in diesem Jahr fertig werden.

„Gestern ist die Entscheidung gefallen“, sagte Ernst Gombert. „Es werden die nötigen Gelder zugewiesen, damit die L12n gebaut werden kann. Wir werden jetzt mit Hochdruck daran arbeiten.“

Mit jeder anderen Entscheidung, fuhr Gombert fort, wäre er auch selbst nicht wirklich glücklich geworden. „Natürlich wünscht man sich als Projektleiter so einer großen Baumaßnahme, dass am Ende für die Verkehrsteilnehmer ein optimales Ergebnis erreicht ist. Das bekommen wir jetzt, wenn Anschlussstelle und L12n zeitgleich fertig werden.“

Fast drei Tage oder genauer gesagt 55 Stunden war die A4 an diesem Wochenende gesperrt, um einen Behelfsbau über die Autobahn zu schaffen, in den demnächst der Beton für eine neue Brücke gegossen wird. Die Brücke wird Teil der neuen Autobahnauffahrt Langerwehe.

Drei-Schicht-System

Im Drei-Schicht-System haben im Schnitt acht bis zehn Arbeiter rund um die Uhr gearbeitet. Rund 35 Stahlträger mit einer Länge von 25 Metern sind montiert worden, um die 280 Tonnen Stahl wurden bewegt. Gombert: „Es hat alles hervorragend funktioniert. Am Samstagmorgen um 6.30 Uhr waren die Träger schon an Ort und Stelle.“

Danach haben die Arbeiter einen sogenannten Schalungsstand aufgetragen, also die Auflage, auf die später der Beton gegossen wird. Drei Wochen, sagte Gombert, würden die Betonierarbeiten dauern, anschließend müsse der Beton 28 Tage aushärten. Der Projektleiter weiter: „Anschließend wird die Verschalung aus den Stahlträgern wieder abmontiert. Dafür müssen wir vermutlich die Autobahn noch einmal für ein Wochenende sperren.“

Zeiten solcher Vollsperrungen sind für Gombert Zeiten, in denen er „ein bisschen unruhiger“ schläft. „Ich will ja nicht, dass etwas passiert. Das sind sehr intensive Tage für mich.“

Am Wochenende ist alles gut gegangen, auch ein Verkehrschaos ist ausgeblieben. Laut Polizei ist es zwar am Samstag zu einem erhöhten Verkehrsaufkommen zwischen Langerwehe und Düren gekommen, allerdings hat es hier auch einen Auffahrunfall gegeben, der ebenfalls für einen Stau gesorgt hat.

In Luchem, so Helmut Pohl von der Bürgerinitiative, habe sich der Verkehr am Wochenende „sehr in Grenzen“ gehalten. „Es sind nur mehr niederländische und belgische Autos durch unseren Ort gefahren.“

Die Nachricht vom Bau der L12n wollte Pohl nicht kommentieren. „Wenn es wirklich so kommt freue ich mich, aber erst, wenn mit den Arbeiten begonnen wird.“

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