„A's kla?“: Köster & Hocker präsentieren Mischung aus Neu und Alt

Von: mie
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Sind, wie sie sind: Gerd Köster, Frank Hocker und Helmut Krumminga (von links). Foto: Alina Miebach

Düren. „A’s kla?“ – Beim Dürener Publikum in der Fabrik für Stadtteil und Kultur Becker&Funck am Donnerstagabend auf jeden Fall. Pünktlich zur Veröffentlichung der neuen CD-ROM von Köster & Hocker traten die kölschen Mundartkünstler vor einem überfüllten Saal auf und präsentierten eine Mischung aus Neu und Alt.

„Eng Wäng für de Schäng“ erzählt von einem Mann namens Johann, der das Weihnachtsfest über sich ergehen lassen muss, obwohl er lieber „in einem Zustand seiner Wahl wäre“, wie Gerd Köster es vorsichtig formuliert. Geprägt von Weisheiten, Sprichwörtern und humorvollen Einlagen schaffen es die Kölner immer wieder, auch während der Stücke das Publikum in ihren Bann zu ziehen. Melancholische Momente und sofortige Ohrwurmgarantie – die Mischung macht es definitiv in ihren „Krätzchen“.

Zwischen großem Lachen und absoluter Stille singt Gerd Köster mit seiner rauchigen, gefühlvollen Stimme von Eheproblemen, langen qualvollen Nächten und Erinnerungen aus dem Nähkästchen. „Das schönste an meinem Beruf ist nicht die Musik, sondern der Kontakt mit den Menschen. Wat zu schwaade“, verriet Köster.

Viele Zuschauer wünschten sich die alten bekannten Lieder. „Am Anfang hat es mich teilweise genervt, diese Fragerei, aber die alten Stücke sind mit Erinnerungen verbunden, für euch, für uns“, sagte Köster. Auf humorvolle und metaphorische Art und Weise singt Gerd Köster mit Frank Hocker und dem ehemaligen „BAP“-Gitarristen Helmut Krumminga von der Schöpfungsgeschichte und davon, dass wir besser „Aape“(Affen) geblieben wären im „Fischlied“.

Gerade bei diesem Ohrwurm klatschte das Publikum „flott“ mit, nahm sich in den Arm und feierte die Musik – genau das, was die Künstler befürworten. „Für uns sind die Drei lebende Legenden“, sagte ein Pärchen in der Pause des Konzerts. In einem Hotel auf einer Reise, so erzählte Köster, kam ihm die Idee zum Lied „Nöer dran“, da man so weit weg, aber trotzdem nah am Ziel sei.

Der persönliche Einfluss, Empfindungen und Erinnerungen ermöglichen es den Kölnern, vielen Zuschauern aus der Seele zu sprechen und sie auf bodenständige Weise zu berühren. „Sie sind einfach, wie sie sind. Genauso begeistern sie alle“, fasste es ein passend zusammen.

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