9,9 Millionen Euro Gewinn: Sparkasse Düren zufrieden

Von: Ingo Latotzki
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Der Vorstand der Sparkasse zeigt sich zufrieden mit dem Ergebnis für 2013: Udo Zimmermann, Uwe Willner, Gregor Broschinski(v.l.) Foto: inla

Düren. Die Sparkasse Düren hat 2013 einen Überschuss von 9,9 Millionen Euro erwirtschaftet - trotz eines „schwierigen, wirtschaftlichen Umfeldes“, wie der Vorstandsvorsitzende Uwe Willner am Freitag bei der Bilanzpressekonferenz sagte. 2012 hatte der Gewinn bei 9,1 Millionen Euro gelegen.

Der dreiköpfige Vorstand der Sparkasse zeigte sich mit dem Ergebnis zufrieden. Die Bilanzsumme liegt wie 2012 bei 3,3 Milliarden Euro. Das Betriebsergebnis solle genutzt werden, „eine entsprechende Risikovorsorge zu treffen und das Eigenkapital aufzustocken“. Wie hoch die Ausschüttung an den Kreis und die Stadt Düren sein wird, vermochte Sparkassenchef Willner am Freitag nicht zu sagen. Darüber würden die Gremien befinden.

Im vergangenen Jahr sind gut sieben Millionen Euro (80 Prozent) des Überschusses ausgeschüttet worden. Die Sparkasse ist zu 60 Prozent in der Hand des Kreises Düren, den Rest hält die Stadt Düren.

Das kommunale Geldinstitut hat auch den Auftrag, das Gemeinwohl zu fördern und zu unterstützen. So hat die Sparkasse im Jahr 2013 zusammen 3,7 Millionen Euro gespendet. Unterstützt wurden zahlreiche Projekte (Bildung, Jugend, Vereine, Kultur, unter anderem).

Günstige Kreditzinsen

Das Gesamtergebnis beeinflusst hätten die niedrigen Zinsen, die sich im Kredit- und Spargeschäft bemerkbar machten. In der Kreditsparte verzeichnete die Sparkasse mit ihren rund 200 000 Kunden (der Kreis hat 265 000 Einwohner) ein Plus von 14,5 Millionen Euro. Das gesamte Kreditvolumen liegt bei 2,6 Milliarden Euro. Nie sei es günstiger gewesen, Immobilien zu finanzieren, sagte Uwe Willner.

Die Kehrseite dieser von der Europäischen Zentralbank verordneten Niedrigzinsphase: Sparer können für ihre Anlage nicht viel erwarten. Es werde deshalb mehr konsumiert, sagte Vize-Sparkassenchef Udo Zimmermann. Nachgefragt würden kurzfristige Anlagen, „damit die Kunden liquide bleiben“, so Zimmermann. Die Sparkasse zahlte 22 Millionen Euro an Zinsen aus.

Online-Geschäft ausgebaut

Einen Zuwachs erlebte das Bauspargeschäft, mit dem man sich langfristig niedrige Zinsen sichern könne. Die Sparkasse verzeichnet ein Plus von 1,7 Millionen Euro (Vertriebsergebnis: 66,4 Mio.).

Vorstandsmitglied Dr. Gregor Broschinski hob hervor, dass sich das Online-Geschäft der Sparkasse „positiv entwickelt hat“. Knapp acht Millionen Menschen griffen auf die Sparkassen-Homepage zu. Im Vorjahr waren es noch vier Millionen. 3,3 Millionen Transaktionen seien über das Internet durchgeführt worden. Dies entspreche 38 Prozent des gesamten Zahlungsverkehrsvolumens.

Sparkassenchef Uwe Willner erläuterte Auswirkungen europäischer Vorgaben auf die Sparkassen, um allgemeine Risiken abzufedern, die für sie selbst nicht zu einer Gefahr würden. Die deutschen Sparkassen hafteten nämlich für sich selbst. Das Dürener Unternehmen zahlt etwa für die Turbulenzen der Landesbank Berlin 4,9 Millionen Euro. 1,7 Mio. werden jedes Jahr für die West LB fällig. „Das tut uns richtig weh“, so Uwe Willner.

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