780 Schülerinnen beim Mädchentag im Dürener Haus

Von: Bruno Elberfeld
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Beim Improvisationstheater stellten Mädchen spontan Personen, Tiere und Gegenstände dar. Foto: Elberfeld

Düren. Strahlende Gesichter überall - vor dem Haus der Stadt in der „Wilden 13”, im Foyer, auf der Bühne, auf den Gängen und im Multi Kulti.

Insidern zufolge liegt es an der Abwesenheit der Jungs, dass die Schülerinnen der 5., 6. und 7. Klassen derart entspannt an die Arbeit oder ans Spiel gingen. Und was da am Dienstagmorgen zum Mädchentag im Haus der Stadt angeboten wurde, konnte sich sehen lassen.

An einer Stelle häkelten Schülerinnen in einer Gruppe, nicht unweit davon entfernt bastelten andere Freundschaftsbänder. Die Betreuerinnen selbst waren über den großen Andrang an den Tischen, wo es um Geschicklichkeit und Fingerfertigkeit ging, erstaunt.

Kreativität und Sport

Der Körper, Ernährung und die Förderung der Leistungsfähigkeit kamen ebenfalls nicht zu kurz. In vielen Workshops ging es um die Möglichkeiten der eigenen Kreativität. Angehende Radiomacherinnen konnten ausprobieren, was zu einer Radiosendung dazugehört. Im Improvisationstheater mit Ute Albert und Mechtild Bölting konnten die Mädchen eigene Szenen ohne vorgegebene Texte spielen. Wie bewegt sich ein Jäger? Wie eine Wildsau? Wie stelle ich eine Rutsche oder einen Mülleimer dar?

Für einige Schülerinnen ist der Schriftstellerberuf ein Traum. Verena Floßdorf stellte ihre beiden Erstlingswerke „Amerikaner küssen besser” und „Musenküsse vom Ex” vor, die sie noch als Schülerin geschrieben hatte. Wenn es nicht die Schriftstellerin ist, könnte es der Beruf der Journalistin sein. Wie geht das mit einer (Online-)Zeitung? Muss ich auch fotografieren und recherchieren? Spannend. Oder ganz klein angefangen: Überzeuge ich meinen Angebeteten mit einem Liebestrank oder mit einem Liebesbrief von meiner Zuneigung?

Zum Entspannen konnten die Mädchen in Meditation und Yoga hineinschnuppern. Wie bekomme ich einen klaren Kopf? Wie bleibe ich fit und beweglich? Monika Lövenich zeigte ihren Hörerinnen, wie sie Missverständnisse und Streit in gewaltfreier Kommunikation vermeiden können. Und nicht zuletzt war es besonders für die deutschstämmigen Mädchen interessant, in einem Blitz-Crashkurs Türkisch zu „lernen”, die Sprache vieler ihrer Mitschülerinnen und Mitschüler.

Gilla Knorr, die Leiterin des Projekts „Mädchentag”, an dem sich viele Institutionen der Stadt Düren beteiligen, zeigte sich zufrieden. „In diesem Jahr hatten wir 780 Anmeldungen aus den weiterführenden Schulen des Kreises, eine Rekordzahl”, verkündete sie stolz.
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