Düren - 7,8 Millionen Euro Gewinn: Gutes Geschäftsjahr für die Stadtwerke Düren

7,8 Millionen Euro Gewinn: Gutes Geschäftsjahr für die Stadtwerke Düren

Von: Jörg Abels
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Sind mit der Bilanz 2011 zufri
Sind mit der Bilanz 2011 zufrieden (v.l.): SWD-Geschäftsführer Heinrich Klocke, Jürgen Eismar und Ingo Vosen. Foto: Abels

Düren. In einem schwierigen Marktumfeld mit verschärftem Wettbewerb und neuen rechtlichen Rahmenbedingungen haben die Stadtwerke Düren ihren Umsatz im Geschäftsjahr 2011 um 2,5 Prozent auf 135,14 Millionen Euro gesteigert.

Das gab Geschäftsführer Heinrich Klocke bei der Bilanzpressekonferenz bekannt.

Unterm Strich blieb ein Jahresüberschuss von knapp 7,8 Millionen Euro (+ 5,9 ), der an die beiden Anteilseigner RWE (74,95 ) und Stadt Düren (25,05 ) fließt. Allerdings resultiert der Anstieg lediglich aus einem steuerlichen Einmaleffekt. Das Vorsteuerergebnis lag mit 10,74 Millionen Euro rund 7,4 Prozent unter dem Vorjahresergebnis.

Der Gewinn wäre höher ausgefallen, hätten die Stadtwerke Anfang 2011 die gestiegenen Beschaffungskosten für Strom infolge des Erneuerbaren Energien Gesetzes komplett an die Kunden weitergegeben. Darauf aber verzichtete das Unternehmen angesichts der ohnehin schon kräftigen Preissteigerung nicht ohne Grund.

Heinrich Klocke musste am Donnerstag einräumen, dass sein Haus im Zuge der Preisanpassung, aber auch aufgrund der einen oder anderen Ungereimtheit, die mit dem neuen Abrechnungssystem verbunden waren und nicht immer zeitnah behoben werden konnten, Kunden verloren hat.

Darauf haben die SWD reagiert und ein Programm zur Optimierung des Kundenservices gestartet. „Die Kundenverluste sind seitdem spürbar geringer”, betont Klocke auch mit Blick auf eine neuerliche Befragung der Kunden, die sich fairer behandelt fühlen, bei einem besseren Preis-Leistungs-Verhältnis.

Beim Stromabsatz verzeichneten die SWD konjunkturell- und witterungsbedingt ein Plus von 1,8 Prozent auf 326 Gigawattstunden (GWh). Beim Gas ging der Absatz hingegen deutlich zurück, um 16 Prozent auf 853 GWh. Der Verlust eines Großkunden aus der Papierindustrie verhagelte hier das Ergebnis, während der Trinkwasserabsatz mit 5,2 Millionen Kubikmetern konstant blieb. Mit einem Umsatzplus von fast 30 Prozent entwickelte sich der Bereich Netzdienstleistungen weiter positiv.

Mit einem Stiftungskapital von 1,5 Millionen Euro haben die SWD im vergangenen Jahr eine Kulturstiftung gegründet und knapp sieben Millionen Euro wurden investiert, in die klassischen Tätigkeitsfelder, aber auch im zukunftsträchtigen Segment der erneuerbareren Energien. Klocke wies auf die Beteiligungen an der Rurenergie und an Green Gecco hin. Die Investitionen in Photovoltaik und Windkraft sollen 2012 weiter ausgebaut werden, kündigte er an.

Während der Strompreis der Stadtwerke Düren bis Ende 2012 stabil bleiben soll, ist noch offen, ob der Gaspreis Anfang August stiegt. „Dazu kann ich im Moment keine Prgnose abgeben. Wir sind aktuell noch in der Prüfung”, erklärte Klocke.
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