70 Jahre Frieden in Europa: Bewegender Festakt zum Kriegsende

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Die Langerweher Europaschüler boten auch Wolfgang Borcherts „Die Küchenuhr“ auf. Foto: Martin Platzbecker

Langerwehe. In einem bewegenden Festakt gedachten Schüler, Eltern, Lehrer der Europaschule Langerwehe sowie Politiker des Kriegsendes vor 70 Jahren und thematisierten den Frieden in Europa. Aus Kapazitätsgründen der Kulturhalle Langerwehe wurde der Festakt in drei Stufen durchgeführt: Morgens und nachmittags für die Schüler der Unter- und Mittelstufe, am Abend für die Oberstufe, Lehrer, Eltern und Gäste.

Schulleiter Heinz Moll gab zu Beginn einen kurzen historischen Überblick über den Zweiten Weltkrieg und seine Folgen und erinnerte an das Kriegsende.

Die Initiative für den Festakt hatte die Europatheater-AG der Europaschule unter der Leitung von Markus Krings gegeben. Das Theaterstück von Katja Hensel, „Voll auf der Kippe – Ein Tag in der Klasse Europa“, war in Auszügen und integriert in das szenische Spiel „Interview mit Friedrich Schiller“ Teil der Feierstunde, genauso wie das szenische Spiel „Die Küchenuhr“ nach Wolfgang Borchert. „Die Küchenuhr – Eine Fortsetzung im Jahr 2015“ war eine weitere Szene der Europatheater-AG. Die Schülerband Pencil-Case sowie eine Gruppe des 11. Jahrgangs gestalteten den Festakt musikalisch.

Sabine Verheyen (CDU), Mitglied des europäischen Parlamentes, legte dar, dass der 8. Mai 1945 für Deutsche und Europäer der Tag der Befreiung sei, das Ende einer von Hass geprägten Zeit und der Beginn einer Zeit der Versöhnung, denn nach Diktatur, Vertreibung und Elend gestaltete sich danach ein geeintes Europa als Basis für den Frieden. Zeiten des Friedens seien nichts Selbstverständliches. Die ursprüngliche Idee der Europäischen Einigung sei es gewesen, nie wieder Krieg auf unserem Kontinent zuzulassen. „Die Europaschule Langerwehe, Lehrer und Schüler“, sagte Verheyen, „haben sich den Europagedanken auf die Fahnen geschrieben und leisten einen wichtigen Beitrag dazu, den europäischen Gedanken weiterzutragen und mit Leben zu erfüllen.

Der Landtagsabgeordnete Peter Münstermann(SPD) sagte: „Die Stunde Null war der Trümmerhaufen einer abscheulichen menschenverachtenden Weltanschauung, aber sie war auch eine Chance für einen völlig neuen Anfang“, sagte der Landtagsabgeordnete.

Bürgermeister Heinrich Göbbels betonte, der 8. Mai sei eine Aufforderung für alle am Haus Europa zu arbeiten. Markus Krings, Abteilungsleiter der Mittelstufe, trug die Rede von Jannis Hilbig (Klasse 8a) vor: Für die heutige Jugend sei der Frieden etwas Selbstverständliches, etwas ganz Normales. Den meisten sei nicht mehr bewusst, dass der Friede ein wertvolles Geschenk sei, das andere Generationen schmerzlich vermissten.

Staatssekretär Thomas Rachel stellte fest, dass die Bedeutung der Feier alle in den Bann gezogen habe. Für die Menschen in Deutschland habe das Kriegsende die Chance eines Neuanfangs bedeutet. Der CDU- Bundestagsabgeordnete sagte: „Dass Deutschland heute ein anerkanntes Land im Kreis der Völkergemeinschaft sind, verdanken wir ganz stark auch jenen anderen Völkern, die trotz der Gräueltaten und Beschädigungen des zweiten Weltkriegs den Schritt der Annäherung zu uns gemacht haben und sich zum Wiederaufbau entschlossen haben.“

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