60 Gemälde aus drei Jahrzehnten im Vettweißer Rathaus

Von: Bruno Elberfeld
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Bürgermeister Joachim Kunth (r.) eröffnete gemeinsam mit dem Maler Johannes Holthausen die Ausstellung „Lust auf Farbe“. Foto: Bruno Elberfeld

Vettweiß. Wüsste der Besucher des Vettweißer Rathauses es nicht besser, so könnte er bei der Betrachtung der Kunst-Ausstellung auf die Idee verfallen, da seien viele Künstler am Werk gewesen. Bürgermeister Joachim Kunth (CDU) brachte es bei seiner Begrüßung auf den Punkt: „Die Vielfalt der Arbeiten von Johannes Holthausen ist bemerkenswert.“

In den Fluren des Neubaus begegnen dem Kunstinteressierten kleine und mittelgroße Gemälde. Bei näherem Betrachten erkennt er unterschiedliche Materialien. Die Winterkollektion – der Maler produziert in der kalten Jahreszeit meist Aquarelle – zeigt Landschaften wie die Bretagne, Impressionen aus der Eifel, nicht lokalisierbar, den Indischen Ozean, die südafrikanische Stadt Kapstadt.

Neben den Aquarellen hängen Akte und Porträts, gemalt mit Pastell- und Buntstiften. Ein besonderer Reiz sind die Buntstiftgemälde. Flächen, die mit Buntstiften bemalt sind, wechseln sich mit schmalen weißen Flächen, wo das Papier noch durchscheint, ab. Die Untergründe sind nicht nur Papier, sondern auch Zeichenkarton und Sperrholz. Letztere geben den architektonischen Schätzchen aus Vettweiß und umliegenden Orten eine Festigkeit. Vettweißer Fachwerkhäuser, ein restauriertes Wegekreuz in Kettenheim, die Dreifaltigkeitskapelle und die Aldericuskapelle, das alte Gebäude der Vettweißer Molkerei, die malerische Küchengasse, Holthausen nimmt die Betrachter mit auf eine Sightseeing-Tour durch seine Gemeinde.

Viele Abstecher

Doch viele Abstecher in die Nordeifel machen den Besuchern neben „Der Lust auf Farbe“ – so hat Holthausen seine Ausstellung überschrieben – auch Lust auf die Rureifel und ihren Bauwerken aus dem Mittelalter: Burg Hengebach, Burg Nideggen, die Stadttore in Nideggen mit spannenden Eindrücken von Gassen und Straßen. Nicht zu vergessen. Viele dieser Gemälde, gemalt mit Acryl, sind Holthausens Sommerarbeiten, die er vor Ort erledigen kann.

„Mit Acryl male ich meist draußen“, verrät der Vettweißer Maler, „weil zum Leidwesen meiner Frau schon viele Pullover dem Malen mit Acryl zum Opfer gefallen sind.“ Die jüngsten Arbeiten des Künstlers zeigen Abstraktes. Tigertatzen mit Spray auf Sperrholz. Mithilfe von Schablonen entstehen geometrische Figuren, die bei näherer Betrachtung eine Geschichte erzählen.

60 Gemälde aus drei Jahrzehnten Arbeit warten bis zum 19. Mai im Vettweißer Rathaus auf Besucher. Die Öffnungszeiten: montags bis freitags von 8 bis 12 Uhr, dienstags von 14 bis 15.30 Uhr, donnerstags von 14 bis 18 Uhr.

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