Merode - 50.000 Euro zum Erhalt von Schloss Merode

50.000 Euro zum Erhalt von Schloss Merode

Von: Christoph Hahn
Letzte Aktualisierung:
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Prinz Albert-Henri von Merode (2. v. l.) und sein Sohn Louis nehmen die Zuwendung von Willi Raths (l.) und Roland Tauber (r.) in Empfang. Foto: Hahn

Merode. Was er mit dem Geld anfängt, weiß Prinz Albert-Henri von Merode schon: Die 50.000 Euro, die er aus den Händen von Roland Tauber, Ortskurator Jülicher Land/Euregio der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD), entgegennahm, gehen in die Fassadenrestaurierung des Marquisenturms am Adelsschloss nahe Langerwehe.

Da das Geld mittelbar aus einem Fonds von West-Lotto stammt, war neben des Prinzen Eltern Charles-Louis und Clotilde auch Bezirksleiter Willi Raths zur Übergabezeremonie inmitten des Weihnachtsmarktstrubels auf Merode gekommen.

„Schon direkt nach dem großen Brand im Sommer 2000 hat uns die Stiftung unbürokratisch geholfen - mit 20.000 Euro”, würdigt Prinz Albert-Henri die Zuwendung der DSD. Aber so sehr der Hochadelige sich über die kontinuierliche Zusammenarbeit mit den Denkmalschützern nebst den daraus erwachsenen Zuwendungen freut: Er würde die Kooperation gerne auf andere Partner ausdehnen und dabei die Kölner Bezirksregierung in die Pflicht nehmen.

„Wir hoffen, dass die Behörde uns hilft”, formuliert der Prinz ebenso bescheiden wie erwartungsfroh und hat auch gleich eine Faustformel für die Finanzierung parat: Jährlich 150.000 Euro sollen die Bauarbeiten zur Rettung von Schloss Merode kosten, die im Idealfall zu je einem Drittel von der prinzlichen Familie, der DSD und aus den Töpfen des Regierungspräsidiums aufgebracht werden sollen.

Falls in diesem Jahr noch Geld übrig bleiben sollte, hat der 35-jährige Prinz Albert-Henri, der aus seiner zweiten Heimat Brüssel anreiste und seinen fünfjährigen Sohn Louis mitbrachte, schon ein klares Ziel vor Augen: „Dann kommt der Nordflügel auch noch dran.”

Denn Adel verpflichtet, nicht zuletzt zur Erhaltung des Stammschlosses der Merodes, auf dem die Familie erstmals seit 1174 verbürgt ist. Wesentliche Mittel werden unter anderem durch die Frühlingspromenade und den Weihnachtsmarkt erwirtschaftet. Bis dato weit über 10.000 Besucher und 30 Prozent mehr Aussteller auf dem rund zehn Hektar großen Areal: Das scheint sich auch 2010 buchstäblich wieder auszuzahlen.
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